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Dynamo wird im Fall Leistner bestraft

Die Auseinandersetzung mit einem pöbelnden Fan hat nicht nur für den Spieler Konsequenzen. Auch der Verein wird zur Kasse gebeten.

Der Zwischenfall nach dem Pokalspiel gegen den Hamburger SV hat ein finanzielles Nachspiel.
Der Zwischenfall nach dem Pokalspiel gegen den Hamburger SV hat ein finanzielles Nachspiel. © Jan Huebner

Nach dem Spieler wird nun auch der Verein bestraft: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte Dynamo Dresden im "Fall Leistner"  zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro. Dies gab der DFB am Dienstag auf seiner Homepage bekannt. 

"Nach dem Spiel begab sich der Hamburger Spieler Toni Leistner in die Interviewzone am Spielfeldrand, nahe der Dresdner Tribüne. Auf dem angrenzenden Tribünenbereich hatten sich mehrere Dresdner Zuschauer versammelt.

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Der Spieler Leistner wurde von einigen Dresdner Zuschauern angepöbelt und zum Teil beleidigt. Hierunter befand sich auch der Dresdner Anhänger B., der den Spieler Leistner zumindest mit den Worten Wichser und Arschloch“ beleidigte. Zudem zeigte er in dessen Richtung eine beleidigende Geste", heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung des Gerichts.  "Im weiteren Verlauf wurden aus dem Dresdner Zuschauerbereich noch zwei Bierbecher in Richtung des Spielers Leistner geworfen. Dieser wurde nicht getroffen."

In einem Interview hatte sich der Verteidiger ausführlich zu dem Zwischenfall geäußert und auch erklärt, dass seine hochschwangere Frau verbal angegriffen worden war. 

Weiter heißt es in dem Urteil: "Beleidigende Äußerungen und Handlungen sowie das Werfen von Gegenständen stellen Verstöße gegen die Stadionordnung und unsportliche Verhaltensweisen gemäß der  DFB-Rechts- und Verfahrensordnung dar. Kommt es zu Vorfällen der genannten Art durch eigene Anhänger des Vereins, so ist nach ständiger Rechtsprechung des DFB-Sportgerichts der jeweilige Verein hierfür verantwortlich." Dynamo hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

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Leistner, gebürtiger Dresdner und Ex-Spieler von Dynamo, hatte sich für seine Reaktion entschuldigt und mit dem Fan telefoniert. Zudem schickte er ein Paket mit HSV-Fanutensilien an die Familie eines Mädchens, das den Vorfall hautnah erlebt hatte. Vom Sportgericht wurde er zu einer Sperre von zwei Punkt- und zwei Pokalspielen verurteilt und musste 6.000 Euro Strafe zahlen.

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