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Dynamo-Trainer Schmidt holt sich Tipps von Nagelsmann

In einem Interview verrät der Coach, was er bei Red Bull Salzburg gelernt hat, warum sein Team erfolgreich ist und was er in Dresden verändern möchte.

Dynamos Trainer Alexander Schmidt würde seine Spieler gerne in eine Höhenkammer schicken.
Dynamos Trainer Alexander Schmidt würde seine Spieler gerne in eine Höhenkammer schicken. ©  dpa/Robert Michael

Dresden/München. Trotz der 0:3-Niederlage zuletzt gegen Paderborn sorgt Dynamo für Furore in der 2. Fußball-Bundesliga, als Aufsteiger stehen die Dresdner auf dem dritten Platz. Cheftrainer Alexander Schmidt ist in diesen Tagen ein gefragter Mann, soll seine Erfolgsformel erklären.

Auch die Sport-Bild bat um ein Interview. In der aktuellen Ausgabe erklärt er, dass er den Spielstil mit aggressivem Pressing, vielen Sprints und Laufkilometern auch bei seiner Trainerstation im Nachwuchs von Red Bull Salzburg gelernt habe. "Die Basis unseres Spiels ist die Art Fußball, die dort gespielt wird", erklärt Schmidt. "Aber der hat sich bei mir schon entwickelt, als ich noch bei 1860 München Jugendtrainer war. Salzburg hatte mich ja geholt, weil ich zu deren Spielphilosophie gepasst habe." Schmidt betreute von Juli 2017 bis Dezember 2018 die U16 und U18 der Salzburger.

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Die Erfolge am Ende der vergangenen und zu Beginn der neuen Saison führt er darauf zurück, dass die Mannschaft vom ersten Tag an "hungrig auf diese Art Fußball" war. Überzeugung sei brutal wichtig. "Ich merke sofort, wenn Spieler zweifeln. Dann frage ich nach, ob es ihnen nicht passt, wie wir es machen. Ich habe auch schon Ideen verworfen, wenn ich gemerkt habe, dass die Jungs das nicht annehmen."

Doch nicht nur die Spielphilosophie hat Schmidt bei Dynamo verändert, seit er Ende April die Nachfolge von Markus Kauczinski angetreten hat. Auch im Umfeld plant er Neuerungen. So absolvierte die Mannschaft während der Vorbereitung ein Schlafseminar, sie geht wieder regelmäßig in die Kältekammer und wird nach einer Unterbrechung erneut von einem Ernährungsberater unterstützt. "Wir haben auch Individualtraining, zum Beispiel für Stürmer, eingeführt", erzählt Schmidt im Interview mit Sport-Bild.

Er will noch mehr. "Hoffenheim hat eine große Leinwand am Trainingsplatz, auf der Spielszenen gezeigt werden. Das hilft", findet er. Eine Höhenkammer wäre toll. "Standardtrainer machen auch Sinn." Ende vergangener Saison hatte diese Rolle für einige Wochen der verletzte Ex-Kapitän Marco Hartmann übernommen. "Daten kann man noch besser aufbereiten. Auf unserem Niveau hilft jedes Detail, um besser zu werden", erklärt Schmidt, der am 23. Oktober 53 wird - an diesem Abend bestreitet Dynamo das Auswärtsspiel beim Bundesliga-Absteiger Schalke 04.

Ausführlich spricht er über die Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann, den er als Spieler zum FC Augsburg geholt hatte, wo Schmidt die B-Jugend betreute. Nagelsmann folgte seinem Trainer auch zu 1860 München, musste mit 20 aber seiner Karriere als Verteidiger wegen Verletzungen beenden. "Ich habe ihn dann gefragt, ob er nicht als Co-Trainer bei mir arbeiten will. Damals war er schon gut, aber explodiert ist er, nachdem Hoffenheim ihn uns weggeschnappt hatte", erzählt Schmidt.

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Er habe eine tolle Ansprache, könne Spieler besser machen und Duelle gewinnen. "Wir haben viel Kontakt. Bei taktischen Fragen tauschen wir uns aus", sagt Dynamos Coach und verrät, dass Nagelsmann ihn als Co-Trainer nach Hoffenheim holen wollte. Daraus wurde nichts, weil Schmidt einen Vertrag in Salzburg hatte. Nagelsmann führte danach RB Leipzig ins Halbfinale der Champions League, seit dieser Saison ist der 34-Jährige Cheftrainer des FC Bayern.

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