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Dynamo kann auf mehr TV-Geld hoffen

Für die Drittligisten gibt es künftig höhere Summen aus der Fernsehvermarktung. Die Lücke zur 2. Liga bleibt aber riesig. Der Aufstieg würde sich für Dynamo also weiter auszahlen.

Von Daniel Klein
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Magenta TV und Moderatorin Anett Sattler bleiben in der nächsten Drittliga-Saison sehr präsentiert – auch in Dresden?
Magenta TV und Moderatorin Anett Sattler bleiben in der nächsten Drittliga-Saison sehr präsentiert – auch in Dresden? © dpa/PA/Robert Michael

Es sind gute Nachrichten. Ob von denen auch Dynamo profitiert, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Ab der nächsten Saison erhalten die Drittligisten mehr Geld aus der TV-Vermarktung. Zudem wird der Nachwuchsfördertopf auch 2023/24 ausgezahlt. Dies teilte der Deutsche Fußballbund (DFB) mit.

Das heißt: Wenn Dynamo das Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, verpasst, kriegt der Verein mehr Geld – allerdings lediglich im Vergleich zur Saison 2020/21, als die Dresdner ebenfalls drittklassig waren. Die Rückkehr in die zweite Liga wird sich auch weiterhin finanziell extrem auszahlen. Das lässt sich mit Zahlen belegen. Im – bei der jüngsten Mitgliederversammlung präsentierten – Geschäftsbericht weisen die Einnahmen im Punkt „Mediale Verwertungsrechte und gemeinschaftliche Vermarktung“ für die Zweitliga-Saison 2021/22 knapp zehn Millionen Euro aus, in der Drittliga-Saison davor waren es lediglich 1,5 Millionen – das macht einen Unterschied von fast 8,5 Millionen Euro.

Die Drittligisten beklagen diese extreme Differenz schon seit Jahren. Mit dem neuen TV-Rechte-Vertrag, den der DFB bis Sommer 2027 abgeschlossen hat, wird die Lücke zumindest ein Stückchen kleiner. Pro Saison bekäme jeder Klub dann etwa 1,31 Millionen Euro – wenn auch in der nächsten Saison zwei U23-Mannschaften vertreten sind. Die gehen bei der Verteilung leer aus. „Das ist eine Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zum aktuellen Medienrechte-Zyklus“, teilt der DFB mit.

Dass die Summe gegenüber den im Dynamo-Geschäftsbericht für 2021/22 ausgewiesenen 1,5 Millionen Euro kleiner ist, liegt daran, dass der DFB lediglich die Erlöse aus der nationalen TV-Vermarktung aufführt. Insgesamt dürfte Dynamo in der kommenden Saison Lizenzeinnahmen von deutlich mehr als zwei Millionen verbuchen – falls der Aufstieg verpasst wird.

Möglich macht die Steigerung eine Neuverteilung der Übertragungsrechte für die 3. Liga. Magenta TV bleibt der Sender, der alle 380 Partien in voller Länge zeigt, die Pay-TV-Plattform der Deutschen Telekom hat nun aber die komplette Live-Exklusivität. Lediglich zehn Spiele pro Saison müssen kostenfrei empfangbar sein. Bisher waren es 86, die zumeist in den dritten Programmen der ARD liefen. Die öffentlich-rechtlichen Sender dürfen direkt nach dem Abpfiff eine bis zu 18-minütige Zusammenfassung jeder Partie zeigen, bei DAZN und Sky sind es maximal sechs Minuten.

Geld würde Dynamo beim Verbleib in der 3. Liga auch aus dem Nachwuchsfördertopf erhalten. Die 2019 erstmals ausgezahlte Prämie soll Vereine unterstützen, die auf die eigenen Talente setzen. Dafür stehen 2023/24 weiterhin 2,95 Millionen Euro zur Verfügung. Die Dresdner erhielten in der Saison 2020/21 knapp 306.000 Euro aus diesem Topf. In der vergangenen Spielzeit gab es als Zweitligist nichts.

Nicht nur bei den Finanzen kann Dynamo nun planen, auch der Rahmenterminplan steht fest: Klappt es noch mit dem Aufstieg, geht es bereits am 28. Juli 2023 wieder los, die 3. Liga startet eine Woche später in die neue Saison.