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Podcast: Das fordern die Bobsportler jetzt nach den Stürzen in Altenberg

Der Podcast "Dreierbob" blickt voraus auf die WM in Winterberg und zurück auf eine turbulente Woche beim Weltcup in Altenberg. Nach schweren Unfällen gibt es jetzt erste Ideen, wie der Sport sicherer werden kann.

Von Fabian Deicke & Tino Meyer
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Der deutsche Zweier mit Laura Nolte und Deborah Levi sorgt im Eiskanal in Altenberg für eine große Überraschung. Im Podcast sprechen beide darüber.
Der deutsche Zweier mit Laura Nolte und Deborah Levi sorgt im Eiskanal in Altenberg für eine große Überraschung. Im Podcast sprechen beide darüber. © Sebastian Kahnert/dpa

Altenberg. Die vergangenen Tage in Altenberg werden den Bobsport verändern. Und das ist jetzt keine zu dick aufgetragene Floskel. Denn nach den schweren Unfällen beim Training im Eiskanal und dem anschließenden Weltcup am Wochenende ist eine Sicherheitsdebatte ins Rollen gekommen. Erste konkrete Ideen, wie Sportlerinnen und Sportler künftig bei Stürzen besser geschützt werden sollen, gibt es bereits. Welche, darum geht es unter anderem in der neuen Folge des Wintersportpodcasts "Dreierbob" bei Sächsische.de.

Zu hören ist Thorsten Margis, Anschieber aus dem Team des Pirnaer Piloten Francesco Friedrich. Margis berichtet von einem Athletentreffen, das er mit organisiert hatte. Das Treffen fand am Freitag statt und ist eine Reaktion von Sportlerinnen und Sportlern auf den folgenschweren Sturz des Schweizer Viererbobs von Michael Vogt vergangene Woche Dienstag. Bei dem Unfall hatte sich Vogts Anschieber Sandro Michel schwer verletzt, schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr und liegt seither in einem Dresdner Krankenhaus.

Forderung nach "Safety Commissioner" und Teflonwesten

"Wir wissen alle, dass Stürze zu unserem Sport dazu gehören", sagt Margis. Das sei auch allen der rund 170 Beteiligten bei dem Treffen klar gewesen. Es sei nicht darum gegangen, einen Schuldigen für den Unfall zu suchen, sondern Lösungen zu erarbeiten. So sei die Forderung nach einem "Safety Commissioner" entstanden, der bei allen Rennen fester Ansprechpartner für Sicherheitsfragen werden soll. "Und wir denken über eine Pflicht zum Tragen von Teflonwesten nach", erzählt Margis. Denn: Auch wenn Bobbahnen vereist sind, so sind häufig schwere Verbrennungen eine Folge von Stürzen.

Neben diesem ernsten Thema hat der "Dreierbob" aber auch den bevorstehenden sportlichen Höhepunkt der Saison im Blick: die WM in Winterberg. Wenn man so will, ist das eine Heim-WM im doppelten Sinne für Pilotin Laura Nolte. Sie kommt aus Winterberg und hat mit zwei Siegen, einem Bahnrekord und einer großen Überraschung beim Weltcup in Altenberg reichlich Selbstvertrauen getankt. Wobei streng genommen nicht Nolte für die Überraschung sorgte, sondern ihre Anschieberin Deborah Levi.

Wieso, das erzählen die beiden Frauen ausführlich im "Dreierbob". Außerdem zu hören sind Francesco Friedrich und dessen Anschieber Candy Bauer, der in Altenberg sein letztes Rennen vor heimischer Kulisse fuhr und emotional Abschied feierte ...

Gäste in dieser Folge

Laura Nolte und Deborah Levi sind am Wochenende erstmals nach zwei Jahren wieder zusammen ein Zweierbobrennen gefahren und haben prompt gewonnen. Levi war nach dem gemeinsamen Olympiasieg 2022 lange verletzt. Das Comeback hätte besser nicht laufen können, denn in einer Woche beginnt in Winterberg die WM.

Laura Nolte (r) und Deborah Levi bei der Siegerehrung in Altenberg.
Laura Nolte (r) und Deborah Levi bei der Siegerehrung in Altenberg. © dpa

Francesco Friedrich und Thorsten Margis sprechen jeweils in einzelnen Interviews im "Dreierbob" über die bevorstehende WM. Margis, der bei der Organisation eines Athletentreffens nach den Stürzen vergangene Woche mitgewirkt hat, berichtet von ersten Konsequenzen in der laufenden Sicherheitsdebatte.

Pilot Francesco Friedrich und Anschieber Thorsten Margis belegen im Zweierbob in Altenberg Platz zwei.
Pilot Francesco Friedrich und Anschieber Thorsten Margis belegen im Zweierbob in Altenberg Platz zwei. © Podcast: Das fordern die Bobsportler jetzt nach den Stürzen in Altenberg

Candy Bauer hat am Wochenende in Altenberg seinen Abschied gefeiert. Seit 2013 war er Anschieber im Bobteam von Francesco Friedrich, mit dem er zweimal Olympiasieger im Vierer wurde.

Daumen hoch zum Abschied: Candy Bauer beendet mit 37 Jahren sein Karriere im Bobsport.
Daumen hoch zum Abschied: Candy Bauer beendet mit 37 Jahren sein Karriere im Bobsport. © Sebastian Kahnert/dpa

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