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Amt warnt vor Wolfsrissen im Landkreis Görlitz

Die Übergriffe von Wölfen auf Schafe, Ziegen und Wild im Gehege nehmen im Raum Löbau-Görlitz zu. Und das, obwohl die Halter ihre Tiere oft ausreichend geschützt haben.

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Der Wolf ist gehäuft Beutezug im Löbauer Raum.
Der Wolf ist gehäuft Beutezug im Löbauer Raum. © Swen Pförtner/dpa

Die Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere im Süden des Landkreises Görlitz häufen sich. Darüber informiert die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Montag.

Im Bereich zwischen Löbau, Niederseifersdorf und Görlitz sowie Weißenberg im Landkreis Bautzen gab es in diesem Jahr vermehrt Übergriffe von Wölfen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild. "In den meisten Fällen waren die Tiere ausreichend geschützt". heißt es. Die überwundenen Herdenschutzmaßnahmen betrafen sowohl mobile Elektrozäune als auch nicht unter Strom stehende Festzäune.

Im Raum Löbau gab es zuletzt wiederholte Übergriffe auf dasselbe Gatter. Laut der Begutachtung haben der oder die Wölfe den 1,80 Meter hohen Zaun in mindestens zwei Fällen überklettert. "Die von dem Tierhalter getroffenen Maßnahmen gehen über den geforderten Mindestschutz hinaus", so die Fachstelle.

Diese hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz über den Fall informiert und die Dokumente übergeben. Nun muss das Amt entscheiden, ob Maßnahmen eingeleitet werden oder nicht.

Die Fachstelle Wolf rät Tierhaltern in der Region zu erhöhter Aufmerksamkeit und zur Vorsorge. Wer Unterstützung braucht, kann jederzeit eine kostenlose Herdenschutzberatung in Anspruch nehmen. Zudem sollen Risse über die 24-Stunden-Hotline 0800 555 0 666 gemeldet werden. (SZ)