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In Wilsdruff werden Baulücken geschlossen

Die Zahl der Bauanträge ist weiterhin sehr groß. Die Mehrzahl der neuen Wohnhäuser entsteht aber nicht in den klassischen Baugebieten.

Ein Bild, das man auch in Wilsdruff oft sieht: Richtfest an einem neuen Wohnhaus.
Ein Bild, das man auch in Wilsdruff oft sieht: Richtfest an einem neuen Wohnhaus. © Daniel Schäfer

In Wilsdruff ist Bauland immer noch sehr gefragt. 2020 wurden in Wilsdruff 121 Bauanträge bearbeitet. "Das sind zwölf mehr als im Vorjahr", informiert Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Damit setzt sich ein Trend fort. In den letzten vier Jahren liegt die Zahl der Bauanträge auf dem hohen Durchschnittsniveau, so der Stadtchef.

Die neuen Wohnhäuser werden nicht nur in den ausgewiesenen neuen Baugebieten errichtet. 57 Prozent der Antragsteller wollen ein Haus in einer der noch bestehenden Baulücken hineinsetzen. Diese Baulücken verteilen sich über das ganze Stadtgebiet - von den Ortsteilen bis in die Kernstadt. „Diese Entwicklung ist zu begrüßen, da es sich um eine sinnvolle Nachverdichtung in allen Ortsteilen handelt und kein wertvoller Ackerboden verloren geht“, erklärt der Bürgermeister.

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Das letzte große Wohngebiet ist in zwischen der Nossener Straße und dem Birkenhainer Weg in Wilsdruff entstanden.
Das letzte große Wohngebiet ist in zwischen der Nossener Straße und dem Birkenhainer Weg in Wilsdruff entstanden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Gleichzeitig bleibe die Lückenbebauung eine städtebauliche Herausforderung für die Stadt, da in einer Baulücke in der Regel bereits Baurecht besteht, so Rother. Hier entscheidet allein der Eigentümer, ob und wann er es nutzt oder vermarktet. Anders sei es bei Bebauungsplangebieten. Hier könne die Stadt mit einer Ausweisung das Angebot steuern.

Nicht jede Fläche lässt sich bebauen

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Im Wilsdruffer Rathaus geht man davon das, dass in den nächsten Jahren viele neue Wohnhäuser gebaut werden. Die Nachfrage nach Bauland sei weiterhin ungebrochen groß und übersteige das Angebot erheblich, so Rother. Im Rathaus gingen dazu viele Anfragen ein. Das beträfe alle Ortsteile. Doch nicht jeder angefragte Standort lasse sich zu Bauland entwickeln. Der Stadtrat hat im Flächennutzungsplan vorsorglich potenzielle Wohnungsbauflächen ausgewiesen, die in den kommenden Jahren entwickelt werden können. "Gleichwohl wäre es wünschenswert, wenn sich der Trend zur Bebauung der vorhandenen Baulücken in Wilsdruff auch in den nächsten Jahren fortsetzt", so Rother.

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