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Mein Alltag mit dem Wasserstoffauto

Brennstoffzellenfahrzeuge sind immer noch Exoten auf Sachsens Straßen. Paul Roman Ograbisz fährt seit Kurzem eins – und benennt Vor- und Nachteile.

Von Andreas Rentsch
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Paul Roman Ograbisz fährt dienstlich ein Wasserstoffauto. Der Tank des Toyota Mirai fasst fünf Kilo Treibstoff. Allerdings gibt es bundesweit nur 95 Zapfstellen, in Sachsen sind es drei.
Paul Roman Ograbisz fährt dienstlich ein Wasserstoffauto. Der Tank des Toyota Mirai fasst fünf Kilo Treibstoff. Allerdings gibt es bundesweit nur 95 Zapfstellen, in Sachsen sind es drei. © Matthias Rietschel

Von außen sieht der Dienstwagen von Paul Roman Ograbisz wie ein x-beliebiger, seltsam designter Mittelklasse-Pkw aus. Doch der Toyota Mirai ist alles andere als gewöhnlich. Sein Antrieb macht ihn besonders: Den Fahrstrom bezieht der Motor aus einer Brennstoffzelle, in der aus Wasserstoff und dem Sauerstoff der Umgebungsluft elektrische Energie gewonnen wird. Diese Technologie gibt es schon seit vielen Jahren, im Pkw-Massenmarkt fristet sie aber noch ein Nischendasein. Im Gegensatz zum batterieelektrischen Antrieb.

Momentan sind in Deutschland rund 1.600 Wasserstoffautos zugelassen, geht aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervor. Die niedrige Zahl hat verschiedene Gründe. Zum einen gibt es nur wenige Modelle zu kaufen: Neben dem Toyota Mirai sind das der Hyundai Nexo und der Mercedes GLC F-Cell. Zum anderen existieren bundesweit nur 95 Wasserstofftankstellen. Sind Wasserstoffautos vor diesem Hintergrund überhaupt alltagstauglich?

Ograbisz, ein IT-Berater aus Hamburg, gehört zu den wenigen, die diese Frage anhand praktischer Erfahrungen beantworten können. Dass er den Mirai fahre, sei Zufall, sagt der 37-Jährige, der zuletzt häufig zwischen Hamburg und Dresden gependelt ist. „Ein mittlerweile ausgeschiedener Mitarbeiter unserer Firma ist mit dem Wagen unterwegs gewesen.“ Danach sei der Wagen meist ungenutzt geblieben. „Doch der Leasingvertrag läuft noch zwei Jahre.“ Nun sei ihm der Mirai projektbezogen als Dienstwagen zugewiesen worden. Keine schlechte Lösung, findet Ograbisz: „Die Zugverbindungen nach Dresden sind nicht die besten. So bin ich flexibler.“

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