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Alles Wichtige zum Kinderimpfen in Sachsen

Kinder ab fünf Jahren können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Wo es in Sachsen Impftermine gibt und wer sich impfen lassen darf - der große Überblick.

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Die Corona-Impfungen mit dem Kindervakzin von Biontech/Pfizer starten in dieser Woche.
Die Corona-Impfungen mit dem Kindervakzin von Biontech/Pfizer starten in dieser Woche. © dpa

Die Kinderimpfungen mit einem Corona-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige laufen. Neben Kinderarztpraxen wird auch in öffentlichen Impfzentren geimpft. In Sachsen können Termine auch über das zentrale Buchungssystem reserviert werden. Wie funktioniert die Impfung von Kindern ab fünf Jahren? Und wie kommt man in Sachsen an einen Impftermin?

Alle wichtigen Informationen zur Kinderimpfung im Überblick.

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Impftermine für Kinder: Wo kann man sich impfen lassen?

Sachsen setzt auf Kinderärzte, um die unter Zwölfjährigen zu impfen. Darüber hinaus führen zahlreiche Kinderkliniken und –ambulanzen in ganz Sachsen Impfungen für diese Personengruppe durch.

Bereits vor dem offiziellen Start der Kinderimpfungen hatte das Herzzentrum Leipzig damit begonnen, Impfungen für Kinder ab fünf Jahren anzubieten. Eine Terminvereinbarung ist weiterhin telefonisch möglich unter: 0341 149 52 54 und 0341 149 52 53 in der Zeit von Montag bis Freitag von 08.30 bis 15:30 Uhr. Aktuelle Termine können auch auf der Helios-Seite abgerufen werden. Die Impfungen werden auf der Station A4 im Herzzentrum Leipzig, Strümpellstraße 39, durchgeführt.

"Impfungen von Kindern sind aber nicht in jedem Impfzentrum möglich", hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) angekündigt. Es sind bestimmte Impfstationen eingerichtet worden, auch in den Krankenhäusern mit Kinderstationen werde geimpft. "Es sollte ein Kinderarzt vor Ort sein, damit eine fachliche Beratung der Eltern stattfinden kann", so Köpping weiter.

Seit dem 22. Dezember ist die Terminvergabe für Kinderimpfungen über das Online-Portal möglich. Folgende fünf Impfpunkte bieten täglich Impftermine für 5- bis 11-Jährige an:

  • Dresden: Messe Dresden (Halle 3), Messering 6, 01067 Dresden / Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Leipzig: Arena Leipzig, Am Sportforum 2, 04105 Leipzig / Öffnungszeiten: 12:00 bis 20:00 Uhr
  • Chemnitz: Gesundheitsamt, Am Rathaus 8, 09111 Chemnitz / Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 Uhr
  • Löbau: Blumenhalle, Görlitzer Straße 2, 02708 Löbau / Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 Uhr
  • Eich: Impfpunkt Eich, Rebesgrüner Straße 9, 08233 Treuen / Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr

Pro Impfstelle können etwa 100 bis 120 Kinderimpfungen pro Tag durchgeführt werden.

Die Gruppe der impffähigen Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren ist in Sachsen etwa 220.000 Kinder groß. Wie viele sich davon impfen lassen werden, kann nicht vorhergesagt werden.

Impfstoff, Dosierung, Nebenwirkungen: Wie erfolgt die Impfung für Kinder ab 5 Jahren?

Für den Impftermin sind die Versichertenkarte, der Impfausweis und die Aufklärungsbögen des Robert Koch-Institutes mitzubringen. Beide Elternteile müssen auf den Aufklärungsbögen unterschreiben und das Einverständnis für die Impfung geben.

Geimpft wird in der Altersgruppe ausschließlich mit "Comirnaty" von Biontech/Pfizer. Kinder ab fünf Jahren sollen von dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen bekommen.

Die Dosierung ist niedriger als bei den über Zwölfjährigen: Statt 30 Mikrogramm enthält eine Dosis zehn Mikrogramm. Vor Auslieferung des Kinderimpfstoffs an die Europäische Union musste der Impfstoff, der für die über Zwölfjährigen angeboten wird, von den Ärzten mit entsprechender Dokumentationspflicht verdünnt.

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren ähneln laut EMA denen bei den über 12-Jährigen. Dazu gehören Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Schüttelfrost für ein paar Tage, heißt es von der EMA.

Experten beantworten Fragen zur Kinderimpfung

Kinder spielen bei dem aktuellen Infektionsgeschehen in Sachsen keine unwesentliche Rolle. Wie geht es beim Kinderimpfen jetzt weiter? Die Sächsische Zeitung hat ihren Lesern in Kooperation mit der Freien Presse die Möglichkeit geboten, im Rahmen einer Videosprechstunde Antworten von zwei sächsischen Fachleuten zu erhalten. Mehr dazu finden Sie hier. Hier können Sie sich die Videosprechstunde ansehen.

Mehr Informationen zum Thema Impfen aus dem Angebot von Sächsische.de

Welche Kinder dürfen sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat die Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Zur Risikogruppe gehören etwa Kinder mit schweren Herzerkrankungen, genetischen Erkrankungen oder Diabetes Mellitus. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen.

Die Sächsische Impfkommission (Siko) hatte bereits zuvor die Corona-Schutzimpfung auch für Kinder ab fünf Jahren empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder Kontakt zu Menschen mit einem erhöhten Risiko haben. Unabhängig davon soll Kindern und deren Eltern, die sich für eine Impfung entscheiden, die Möglichkeit dazu nicht verwehrt werden. Alle Informationen dazu finden detailliert in der Siko-Empfehlung.

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Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) empfiehlt die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren seit Ende November. Die Empfehlung im Wortlauf findet sich hier. In den USA dürfen Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren seit Anfang November geimpft werden, in Israel und Kanada liefen die Impfungen am 23. November 2021 an. (SZ/dpa)

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