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Feuilleton

"Alles dicht machen": Meinen die das ernst?

Die Aktion "Alles dicht machen" von 53 Promis der deutschen Filmlandschaft wirft Fragen auf. Was ist Ziel der satirischen Corona-Kritik? Das Thema im CoronaCast.

Auch "Tatort"-Star Jan Josef Liefers ist bei "allesdichtmachen" dabei. Im CoronaCast ordnet SZ-Redakteur Oliver Reinhard die Künstler-Aktion ein.
Auch "Tatort"-Star Jan Josef Liefers ist bei "allesdichtmachen" dabei. Im CoronaCast ordnet SZ-Redakteur Oliver Reinhard die Künstler-Aktion ein. © [M] Youtube Jan Josef Liefers/Robert Michael/Sächs

Dresden. Es hat nicht lange gedauert. Das Hashtag #allesdichtmachen trendet bereits kurz nach der Veröffentlichung der Videos von 53 deutschen Fernseh- und Filmpromis am Donnerstagabend bei Twitter auf Platz 1. Am Freitag setzt sich das fort: Das Thema ist in sozialen Medien viel diskutiert und findet auch den Weg in die Pressekonferenz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Spahn erklärt in Berlin die Einzelheiten und Folgen des neu beschlossenen Infektionsschutzgesetzes. Dass die erst am Vorabend gestartete Aktion da schon in der höchsten politischen Ebene angekommen ist, beweist ihren Stellenwert. "Es ist die größte Aktion dieser Art von Künstlern in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie", stellt auch Oliver Reinhard im CoronaCast fest. Der Feuilleton-Redakteur von Sächsische.de erklärt in dem Podcast, was hinter der Aktion steckt.

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Die Liste der teilnehmenden Künstler ist prominent. Ulrich Tukur, Volker Bruch, Ulrike Folkerts, Richy Müller, Jan Josef Liefers, Martin Brambach und viele andere. Alle teilnehmenden Künstler hatten am Donnerstag bei Instagram und auf Youtube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements über die Corona-Zeit, die Politik und Medien veröffentlicht. Auch eine Website, die inzwischen nicht mehr erreichbar ist*, bündelte alle Videos.

Welches Ziel verfolgt die Aktion? Meinen die Akteure das ernst, was sie da sagen? Wie reagieren andere Schauspielerkollegen darauf? Und wem nützt das Ganze? Redakteur Oliver Reinhard analysiert im Podcast-Gespräch die Vielschichtigkeit der Aktion, und welche möglicherweise nicht kalkulierten Folgen sie haben könnte. Und schließlich gibt es noch eine spezielle Einladung für Jan Josef Liefers ...

Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

Hier sind ergänzende Links zu Themen, auf die in der Folge Bezug genommen wird:

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