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Dresden

93.500 Euro Corona-Bußgeld in Dresden

Die Polizeibehörde der Stadt wird auch die verschärfte Maskenpflicht genau kontrollieren. Bisher gab es bereits mehr als 3.000 Verstöße in Dresden.

Trotz eindringlicher Bitten und drohender Geldbußen weigern sich manche Dresdner, Maske zu tragen.
Trotz eindringlicher Bitten und drohender Geldbußen weigern sich manche Dresdner, Maske zu tragen. © dpa

Dresden. Seit 1. September gilt die Maskenpflicht in Bus und Bahn, vorher galt sie bereits in Geschäften. Trotz der steigenden Zahlen an positiv auf Corona getesteten Personen gibt es immer noch Dresdner, die ohne Maske unterwegs sind und auch keine Befreiung aus gesundheitlichen Gründen haben.

Nun werden die Regeln verschärft und Ordungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) kündigt an, auch die neuen Regeln streng zu kontrollieren. Bußgelder werden schneller fällig.

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Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Der Gemeindliche Vollzugsdienstes der Stadt, also die Polizeibehörde, hat seit dem 1. September rund 1.000 Kontrollen in Bussen und Bahnen und auch in Läden und Geschäften durchgeführt. Dabei wurden mehr als 3.000 Verstöße festgestellt, teilt Sittel nun mit. 

25 Bußgeldverfahren gegen Masken-Muffel

Dennoch sagt der Ordungsbürgermeister: "Der ganz überwiegende Teil der Dresdnerinnen und Dresdner trägt die Mund-Nasen-Bedeckung richtig und diszipliniert. Ich erhoffe mir von den stärkeren Kontrollen, dass diese auch all jene an die Pflicht zum Tragen einer Maske erinnern, die dies bisher nicht so genau genommen haben."

Denn bisher wurden 25 Bußgeldverfahren gegen Masken-Muffel eingeleitet, in 17 Fällen wurden diese in Bussen oder Bahnen erwischt und in acht Fällen in Läden. "Ein Verstoß mit Bußgeld lag immer dann vor, wenn dieser mit Wissen und Wollen begangen wurde", erklärt Sittel. Etwa wenn sich die Person weigerte, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen oder einen wiederholten Verstoß beging.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Schutz-Vorschriften bisher Geldbußen in Höhe von insgesamt 93.500 Euro verhangen. 

Masken-Pflicht verschärft

Ab Sonnabend, 24. Oktober, wird durch die neue Corona-Schutz-Verordnung des Landes die Maskenpflicht verschärft. Dann können auch fahrlässig begangene Verstöße, wie etwa das nicht korrekte Tragen der Maske, mit einem Bußgeld geahndet werden. Diese neue Regel werde laut Sittel strikt in die Kontrollen mit einbezogen. 

Um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren, sind die Kontrolleure des Gemeindlichen Vollzugsdienstes weiterhin täglich in zwei Schichten im Einsatz. Neben den regulären Streifen finden zusätzlich anlassbezogene Kontrollen statt, beispielsweise wenn es Hinweise und Beschwerden gibt oder die Kontrolleure selbst auf Verstöße außerhalb der normalen Kontrollen aufmerksam werden. Ein Verstoß wird mit 60 Euro geahndet.

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