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Lässig geht gegen Fernsehturmverein vor

Vor einigen Wochen wurde Barbara Lässig aus dem Verein Fernsehturm Dresden ausgeschlossen. Das nimmt sie nicht hin. Auch der Verein hat nachgelegt.

Barbara Lässig will den Rausschmiss aus dem Dresdner Fernsehturmverein nicht hinnehmen.
Barbara Lässig will den Rausschmiss aus dem Dresdner Fernsehturmverein nicht hinnehmen. © Marion Doering

Dresden. Wer dachte, mit dem Ausschluss von Barbara Lässig ist der Zoff im Fernsehturmverein beendet, irrt. Lässig hat sich einen Anwalt genommen und will im Verein weitermachen.

Vereins-Chef Eberhard Mittag sagt: "Für uns ist die Zusammenarbeit mit Frau Lässig beendet." Um das zu untermauern, hat Mittag drastische Maßnahmen ergriffen.

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Eigentlich kämpft der Verein um die Wiedereröffnung des Wahrzeichens Dresdner Fernsehturm, doch derzeit laufen die Kämpfe intern. Die Sprecherin Barbara Lässig und damit das Gesicht des Vereins nach außen, neben Mittag und Botschafter Uwe Steimle, wurde Anfang September rausgeworfen.

Auslöser war ein Termin bei der SPD-Stadtratsfraktion, um für eine Seilbahn zum Turm zu werben. Die SPD wollte Lässig nicht dabei haben, weil diese für die AfD-Fraktion arbeitet. Außerdem ist Lässig Stadtbezirksbeirätin für die Freien Wähler. 

Obwohl das vorher klar und besprochen war, tauchte Lässig bei dem Termin auf und wollte zunächst nicht gehen, sondern erst als der Sicherheitsdienst des Rathauses anrückte. Lässig habe den Verein bei der SPD "unmöglich gemacht", sagt Mittag.   

Barbara Lässig hat Hausverbot

Mittag wirft Lässig mehrere Verstöße gegen die Vereinssatzung vor -  einen gegen die Datenschutzgrundverordnung und einen gegen den Vorstandsbeschluss, dass Lässig nicht zu dem Termin mit der SPD-Stadtratsfraktion mit sollte.

Nun gibt es weiteren Streit, ob Lässig fristgerecht Widerspruch gegen ihren Ausschluss eingelegt hat. Der Verein hat Lässigs Mitgliedschaft beendet und sie von allen Ämtern enthoben - also als Sprecherin im Vorstand und Mitglied im Beirat. 

Für den Widerspruch hatte sie zwei Wochen Zeit. Mittag sagt, der Widerspruch sei nach der Frist eingegangen. Lässig hält dagegen, das Schreiben sei im Beisein ihres Anwaltes vor Ablauf der Frist in den Briefkasten von Mittag gesteckt worden.

"Wir klären das abschließend bei der Jahreshauptversammlung Ende November", so Mittag. Für ihn sei die Zusammenarbeit beendet, das gehe so weit, dass Lässig Hausverbot habe. "Wir haben Frau Lässig untersagt, die Räumlichkeiten zu betreten und an Sitzungen teilzunehmen." Sie brauche einen richterlichen Beschluss, um das zu ändern.

Lässig: "Ich ziehe das bis zum bitteren Ende durch"

Das sieht Barbara Lässig aber komplett anders. "Ich bin Mitglied, mindestens bis zur Jahreshauptversammlung. Dort will ich meine Sicht erklären. Die Mitglieder werden mich verstehen. Der Ausschluss ist nicht rechtens." Mittag könne nicht für die Mitglieder des Vereins sprechen. "Herr Mittag denkt, der Verein ist sein Privateigentum. Aber das ist er nicht." 

Lässig verlangt noch immer, den Beschluss des Vorstandes zu sehen, der sie von dem Treffen mit der SPD-Fraktion ausschließt. Auch die Sache mit der Datenschutzverordnung sei noch nicht beendet. 

Da wird Lässig vorgeworfen, einen vom Vorstand nicht beschlossenen Mailverteiler genutzt zu haben, um eine Mitteilung des Vereins zu versenden. Darüber hatte sich ein Ex-Mitglied beschwert. 

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Mittag setzt ebenfalls auf die Mitglieder. "Ich hoffe, was die Mitglieder entscheiden, wird dann von allen Seiten akzeptiert." Lässig könne auch noch dagegen klagen. "Ich ziehe das bis zum bitteren Ende durch", kündigt diese an. 

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