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Corona in Dresden: Inzidenz steigt wieder

Die Wocheninzidenz klettert wieder leicht nach oben und die Lage in den Kliniken ist fast unverändert. Eine Entwicklung macht jedoch Hoffnung.

Dresdner Gastronomen hoffen darauf, dass bald die Wocheninzidenz von 100 unterschritten wird. Dann dürften sie ihre Außenbereiche öffnen.
Dresdner Gastronomen hoffen darauf, dass bald die Wocheninzidenz von 100 unterschritten wird. Dann dürften sie ihre Außenbereiche öffnen. © Robert Michael/dpa

Dresden. Leipzig hat am Freitag geschafft, worauf Dresden seit Tagen hofft: Die Wocheninzidenz von 100 ist knapp unterschritten worden und liegt nun bei 97,3. Bleibt das fünf Tage lang so, winken weitere Lockerungen, zum Beispiel sollen die Außenbereiche von Gastronomiebetrieben öffnen dürfen.

Könnte das in Dresden auch bald der Fall sein? Zum Freitag ist die Inzidenz sogar wieder ein wenig gestiegen. Gastronomen hoffen trotzdem auf Öffnungen - und bereiten sich sogar teilweise schon darauf vor. Immerhin das ist eine uneingeschränkt positive Entwicklung: Seit Tagen sinkt die Zahl der bekannten aktiven Infektionen in der Stadt und damit die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren.

Der große Überblick über die wichtigsten aktuellen Zahlen zur Pandemie in Dresden.

Die Neuinfektionen

Das Dresdner Gesundheitsamt hat am Freitag 112 weitere Infektionen gemeldet. Insgesamt haben sich damit bisher 29.224 Menschen in der Stadt nachweislich infiziert.

Bei 26.589 von ihnen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit 1.580 Infektionen aktiv sind - 38 weniger als am Tag zuvor.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion.

Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen auch vollständig gesund sind oder noch mit Spätfolgen zu kämpfen haben, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Virusvarianten

Bei 3.335 positiven Corona-Proben, die seit Ende Dezember genommen wurden, konnten Virusvarianten identifiziert werden, die als ansteckender gelten. Die positiven Proben werden stichprobenartig auf Mutationen untersucht.

Die Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidet, wie scharf die Corona-Notbremse greift. Sie spiegelt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner wider. Das RKI hat am Freitag eine erneut leicht gestiegene Inzidenz von 112,4 für Dresden gemeldet. Damit ist weiterhin Click & Meet in Geschäften des nicht-täglichen Bedarfs erlaubt. Dazu gehören beispielsweise Baumärkte.

Auch Unterricht in den Schulen ist weiterhin möglich. Erst wenn die Schwelle von 165 Neuinfektionen drei Tage in Folge überschritten wird, müssen Schulen und Kitas geschlossen werden.

Die Lage in Dresdens Krankenhäusern

Das Gesundheitsamt hat am Freitag neun weitere Klinik-Einweisungen im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten damit 2.517 Infizierte eine stationäre Versorgung.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Dresden stieg am Freitag leicht. Sie lag laut dem DIVI-Intensivregister am Mittag bei 51. Die meisten dieser Patienten - aktuell 36 - müssen invasiv beatmet werden, weil sie ohne diese Hilfe nicht genug Sauerstoff bekämen.

Die hohe Zahl an Intensivpatienten hat auch damit zu tun, dass Dresdens Krankenhäuser nun Covid-Patienten aus anderen sächsischen Landkreisen behandeln, insbesondere aus dem Südwesten des Freistaates, wo die Betten- und Personallage weiterhin sehr angespannt ist.

Die Entwicklung der Todesfälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag einen weiteren Covid-19-Sterbefall melden müssen. Bisher sind somit 1.055 Dresdner in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Viele von ihnen waren Alten- und Pflegeheimbewohner.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben, weil das Gesundheitsamt mitunter selbst erst mit einigen Tagen Verzug von Sterbefällen erfährt.

Die Todesopfer

Das RKI hat bisher 1.054 Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt 23 Opfer waren jünger und zwischen 35 und 59 Jahren alt. In dieser Altersgruppe ist zuletzt ein weiterer Mann verstorben.

Insgesamt sind bisher rund 3,6 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Ein Wert, der alle Altersgruppen berücksichtigt. Blickt man nur auf die Gruppe der über 80-Jährigen, so liegt die Fallsterblichkeit hier über den gesamten Pandemie-Zeitraum hinweg wesentlich höher, aktuell bei rund 22,2 Prozent.

Die Infizierten

Das RKI hat bis Freitag 29.078 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. In dieser Altersgruppe werden auch die meisten Neuinfektionen registriert.

Die Impfungen

Zu Silvester haben in Dresden die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Mitte Januar eröffnete schließlich das Dresdner Impfzentrum im Ostragehege. Inzwischen sind über das Zentrum und die mobilen Teams mehr als 130.000 Impfdosen verabreicht worden. Am Wochenende wurden im Impfzentrum laut Sächsischem Sozialministerium über 5.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

Diese Gruppen dürfen sich aktuell impfen lassen. Unter Umständen sind Nachweise erforderlich, dass man zum Beispiel einen Beruf in der kritischen Infrastruktur ausübt. Einen Überblick über freie Termine bietet dieses Portal, das in Zusammenarbeit mit dem DRK betrieben wird.

So sieht es in anderen deutschen Kreisen und Städten aus

Wo spitzt sich die Lage zu? Wie steht Dresden im Vergleich mit anderen Landkreisen und kreisfreien Städten da? Die tägliche Deutschland-Karte zeigt die tagesaktuelle Wocheninzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner.

Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des städtischen Gesundheitsamtes unterscheiden.

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