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Dynamos Spiel in Hannover beginnt mit Schweigeminute

Am Sonntag kämpft Dynamo bei den 96er Pokalhelden um Punkte. Doch vor dem Anpfiff dreht sich alles um den verstorbenen Dixie Dörner.

Von Daniel Klein
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Am Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden hat der Verein eine Gedenkstätte für den verstorbenen Dixie Dörner eingerichtet. Auch beim Spiel in Hannover wird ihm am Sonntag gedacht.
Am Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden hat der Verein eine Gedenkstätte für den verstorbenen Dixie Dörner eingerichtet. Auch beim Spiel in Hannover wird ihm am Sonntag gedacht. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Er hätte einen größeren Rahmen verdient gehabt. Beim Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden dürfen am Sonntag lediglich 500 Zuschauer in die HDI-Arena. Vor dem Anstoß werden sie gemeinsam mit den beiden am Halbkreis stehenden Mannschaften schweigend dem in dieser Woche verstorbenen 100-fachen DDR-Nationalspieler Hans-Jürgen Dörner gedenken. Den anderen Vereinen aus der 1. und 2. Bundesliga ist es freigestellt, ebenfalls eine Schweigeminute abzuhalten. Die Dresdner Spieler laufen außerdem mit Trauerflor auf.

Womöglich gibt es bereits beim Aufwärmen eine Geste der Anteilnahme. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitagnachmittag trugen Cheftrainer Alexander Schmidt und Verteidiger Chris Löwe ein schwarzes T-Shirt mit einem Porträt von Dixie Dörner und dessen Rückennummer 3. Es würde sich auch als Aufwärmshirt eignen.

Die Partie am Sonntag wird zumindest aus Dynamo-Sicht ganz im Zeichen des Todes des Ehrenspielführer stehen. Den Spagat hinzubekommen zwischen der Trauer sowie dem Kampf um wichtige Punkte gegen den Abstieg, wird nicht einfach. "Die Trauer geht bis zu einem gewissen Punkt, aber dann müssen wir den Hebel umlegen und uns dem Spiel stellen", erklärte Schmidt. "So ist der Sport, so ist der Fußball."

Welch schwierige Aufgabe in Hannover wartet, konnte der Trainer am Mittwoch selbst sehen, er war im Stadion Augenzeuge des 3:0-Sieges gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale des DFB-Pokals. "Gladbach hat pomadig gespielt, das dürfen wir auf keinen Fall so machen", warnte Schmidt. "Trotzdem ist Hannover eine extrem gute Umschaltmannschaft. Das wird ein harter Brocken."

Umstellen muss er seine Mannschaft gegenüber dem 1:1 gegen den Hamburger SV auf jeden Fall - und mal wieder in der Abwehr. Innenverteidiger Michael Sollbauer fehlt wegen seiner fünften gelben Karte. Für ihn könnte Kapitän Yannick Stark in die Viererkette rücken.

Hier das Spiel in Hannover im Livestream verfolgen