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Spendenaufrufe: Hier kann in Dresden für die Ukraine gespendet werden

Auch Wochen nach Beginn des Krieges werden in Dresden weiter Spenden für die Ukraine gesammelt. Inzwischen gibt es zahlreiche Initiativen und Hilfsorganisationen. Ein Überblick der Spendenaufrufe.

Von Juliane Just
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Der Bedarf an Hilfsgütern reist aufgrund des Krieges in der Ukraine in den umkämpften Gebieten nicht ab. Deswegen sammeln Dresdner Organisationen weiter Sach- und Geldspenden.
Der Bedarf an Hilfsgütern reist aufgrund des Krieges in der Ukraine in den umkämpften Gebieten nicht ab. Deswegen sammeln Dresdner Organisationen weiter Sach- und Geldspenden. © Symbolfoto: dpa/Georg Wendt

Dresden. Der Krieg in der Ukraine hält die Welt seit Wochen in Atem. Was bei vielen bleibt, ist der Wunsch, zu spenden. Seit Februar haben sich zahlreiche Initiativen und Hilfsorganisationen dem Sammeln Viele Spendenaktionen wurden seither in Dresden ins Leben gerufen, die je nach Ausrichtung Sach- und Geldspenden entgegennehmen. Ein Überblick.

Website für Bündelung der Hilfen in Sachsen

Die Dresdner Softwarefirma Avantgarde Labs hat in einem selbst initiierten, gemeinnützigen Projekt nach eigenen Angaben die größte Informationssammlung von Hilfsangeboten für Ukraine-Flüchtlinge in Sachsen entwickelt. Das Online-Informationsportal verzeichnet über 500 Hilfsangebote in Sachsen und ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch verfügbar. Eine automatische Übersetzung der Zielseiten wurde ebenfalls integriert.

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Die Informationen richten sich an Flüchtende und Helfer und decken ein großes Themenspektrum ab: Anmeldung, Wohnen, Gesundheit, Kinder, Schule, psychologische Unterstützung, Transport, Übersetzung und Vernetzung in regionalen Gruppen und Online-Communities.

"Wir haben uns gefragt, wie wir mit unseren Kompetenzen als Softwarefirma den größtmöglichen Beitrag zur Unterstützung von Geflüchteten in Sachsen leisten können. Ein fünfköpfiges Team von Freiwilligen hat seit Anfang April in seiner Freizeit ein mehrsprachiges Informationsportal entwickelt", berichtet Torsten Hartmann, Geschäftsführer von Avantgarde Labs. Das Entwicklungsteam stehe in Kontakt mit Landkreisen, Kommunen und Hilfsorganisationen in ganz Sachsen. So können regelmäßig neue Hilfsangebote in das Portal aufgenommen werden.

Sammelboxen in Schlössern und Gärten

Die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH und der Malteser Hilfsdienst e.V. im Bistum Dresden-Meißen und Görlitz starten eine gemeinsame Spendenaktion, um Geld zur Unterstützung geflüchteter Menschen aus der Ukraine und für Hilfsmaßnahmen in der Ukraine zu sammeln.

In den Häusern und Anlagen der SBG werden dafür Sammelboxen aufgestellt, in die Gäste der Schlösser, Burgen und Gärten Beträge nach freier Wahl spenden können. Der Geschäftsführer der SBG, Dr. Christian Striefler: "Es ist für uns ein ganz dringendes Bedürfnis, den Menschen in der Ukraine, die von Krieg und Vertreibung betroffen sind, zu helfen."

Der Diözesangeschäftsführer der Malteser in den Diözesen Dresden-Meißen und Görlitz, Danny Effenberger, fügt an: "Wir Malteser helfen den Opfern des Krieges in der Ukraine, in den Nachbarländern und in Deutschland. Unsere ehren- und hauptamtlichen Malteser engagieren sich für die Geflüchteten. Neben Sachspenden und personeller Unterstützung sind finanzielle Spenden wichtig, sodass wir zielgerichtet in aktueller Not, aber auch langfristige Unterstützung für die Schutzsuchenden sichern können."

Die Spendenboxen der Malteser finden Sie in folgenden Schlossbetrieben in ganz Sachsen:

  • Albrechtsburg Meissen
  • Burg Gnandstein
  • Schloss Rochlitz
  • Burg Kriebstein
  • Burg Mildenstein
  • Schloss Nossen
  • Klosterpark AltzellaSchloss Moritzburg
  • Fasanenschlösschen Moritzburg
  • Zwinger Xperience
  • Festung Xperience
  • Schloss & Park Pillnitz
  • Barockschloss Rammenau
  • Burg Stolpen
  • Schloss Weesenstein
  • Barockgarten Großsedlitz

Sachspenden an der Messe abgeben

Die Initiative "Direkthilfe Dresden" ist vom Zentralwerk Pieschen in die Messe umgezogen und nimmt dort Sachspenden für Geflüchtete aus der Ukraine entgegen. Diese werden am Tor 1 der Messehalle 4 donnerstags und freitags in der Zeit von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 19 Uhr entgegengenommen.

"Unser Anliegen ist es, konstruktive, schnelle Hilfe zu organisieren", ist auf der Website der Initiative zu sehen. Das heißt, Spenden sollen möglichst gezielt sammeln und abgegeben werden. Eine Spendenliste, die regelmäßig aktualisiert wird, gibt es hier.

Außerdem werden Ehrenamtliche gesucht, die beim Sortieren an der Sammelstelle helfen wollen. Diese können sich hier anmelden.

Gesucht werden außerdem Übersetzer und Fahrer, die ein eigenes Auto besitzen. Diese können sich unter der Telefonnummer 0160 98791761 melden oder per E-Mail an [email protected] melden.

Spendenkonto: Support Convoy e.V., IBAN: DE70430609671196066400,
Verwendungszweck: Direkthilfe Dresden

Pieschener Verein stellt Büroräume zur Verfügung

Der Verein "Pro Pieschen" stellt künftig sein Büro in der Oschatzer Straße für die Koordination der Hilfen in dem Stadtteil zur Verfügung. Diese können beispielsweise für die Vermittlung von Wohnraum und Unterkünften und die Begleitung im Alltag genutzt werden. Vor Ort befinden sich immer zwei Personen zur Koordination und Abstimmung sowie Übersetzung.

Die Öffnungszeiten sind montags von 9 bis 12 und 14 bist 17 Uhr sowie mittwochs und freitags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. In den Räumen gibt es eine Kopierstation, Internetzugang und warme Getränke. "Wir freuen uns über ehrenamtliche Hilfe beim Übersetzen und Ausfüllen der Anträge", schreibt der Verein. Melden können sich Interessierte hier.

Verbände bündeln Ukraine-Hilfe im "Ehrenamtseck"

Die Stadt Dresden hat gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Bürgerstiftung Dresden und ihrer Freiwilligenagentur "Ehrensache jetzt" einen Ort zum Austausch von Erfahrungen, Ideen und Fragen rund um bürgerschaftliches Engagement geschaffen. Seit dem 29. März gibt es im "Ehrenamtseck" in der Kreuzstraße 2 im Rathaus immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr die Möglichkeit für Vereine, Verbände und Unternehmen, ihre Kompetenzen zu bündeln.

"Die Dresdnerinnen und Dresdner engagieren sich in großer Zahl und mit großem Engagement für die Geflüchteten aus der Ukraine", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Dresden engagiere sich vielfältig bei der Ukraine-Hilfe. "Ich bin sehr stolz auf unsere Stadtgesellschaft, wie sie auf diese Krisensituation reagiert. Dieses Engagement wollen wir mit unserem weiteren Angebot zueinander bringen", betont er.

Wer flexibel ist und tage- oder auch stundenweise unterstützen kann, wird gebeten, sich bei Ralf Rehwagen vom ASB per E-Mail zu melden. Alle Ehrenamtler werden zunächst eingewiesen. Auch für die Betreuung der Kinder ist Unterstützung willkommen.

Projekt bringt Frauen mit Kindern nach Dresden

Der Frauenförderwerk Dresden e.V. hat im Rahmen des Projekts "Frauen für Frauen in Not" in den vergangenen W zahlreiche Frauen mit Kindern aus der Ukraine nach Dresden gebracht. "Vor allem Frauen und Kinder versuchen das Land zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Solidarität, Hilfe und Unterstützung sind jetzt wichtig und notwendig. Es ist unsere humanitäre Pflicht zu helfen", sagt Grit Jandura, die Projektkoordinatorin des Frauenförderwerkes Dresden.

Spendenkonto: Frauenförderwerk Dresden e. V., IBAN: DE43 8502 0500 0003 6624 00, BIC: BFSWDE33DRE, Verwendungszeck: Frauennothilfe

Sachspenden in der Centrum Galerie abgeben

Unter dem Namen "Mission helfen" haben sich Privatpersonen und die Kultopia gGmbh zusammengeschlossen. Sie soll ein zentraler Anlaufpunkt im Stadtzentrum sein. Für Sachspenden stellt die Centrum Galerie in der Prager Straße 15 ein Lager und Ladengeschäfte bereit.

Mit den Spenden wird ein Ukrainer unterstützt, der Medikamententransporte organisiert. Der Transport fährt bis in die Ukraine und dort werden die Sachen dann auf staatliche Transporter, Eisenbahn oder LKW umgeladen und in die Kriegsgebiete gefahren. Der vorhandene Platz wird mit weiteren Sachspenden gefüllt.

Folgende Sachspenden werden an der Sammelstelle benötigt:

  • Babynahrung
  • Dosengerichte
  • Süßigkeiten
  • Hygieneartikel (Shampoo, Seife, Binden, Tampons)
  • Verbandsmaterial
  • Windeln
  • Powerbanks
  • Schlafsäcke
  • Isomatten
  • Tiernahrung

Außerdem wurde ein Spendenkonto eingerichtet:

Kultopia gGmbH, IBAN: DE06 4306 0967 1221 3927 00, BIC: GENODEM1GLS, Verwendungszweck: Hilfe für Ukraine

Fahrplattform für Helfer und Geflüchtete aus der Ukraine

"Die Lage in der Ukraine geht uns alle etwas an. Wir sind nicht nur indirekt betroffen, sondern sehen uns einem Krieg gegenüber, der nur wenige hundert Kilometer von uns entfernt ist", schreibt das Dresdner Unternehmen Biofabrik auf seiner Website. Mit mehreren Fahrzeugen ist das Unternehmen bereits an die ukrainisch-polnische Grenze gefahren und hat Geflüchtete nach Deutschland geholt.

Inzwischen wurde die Plattform "Tansfer Ukraine" gegründet, die zwischen freiwilligen Fahrern und transferbedürftigen Ukrainern vermittelt. Das funktioniert so: Fahrende inserieren ihre geplante Fahrt mittels Formular in unsere Datenbank, Flüchtende können diese einsehen, eine Abholung vereinbaren oder ein Fahrten-Anfrage inserieren.

Weiterhin sucht das Unternehmen Unterstützung bei Sach- und Geldspenden, bei den Transfers an die Grenze sowie bei Unterkünften. Koordiniert wird das über die Website der Biofabrik.

Spendenkonto: arche noVa e.V., IBAN: DE78 8502 0500 0003 5735 00, BIC: BFSW DE 33 DRE, Verwendungszweck: Ukrainehilfe Biofabrik

Bahnhofsmission versorgt Geflüchtete im Hauptbahnhof

Am Dresdner Hauptbahnhof kommen täglich weiterhin zahlreiche Menschen an, insbesondere Frauen und Kinder, auch Senioren. In der Ökumenischen Bahnhofsmission der Diakonie Dresden können Geflüchtete kurz zur Ruhe kommen. Mütter haben die Möglichkeit, in abgeschirmten Räumen ihr Kind zu stillen oder zu wickeln.

Wohltuend sind Getränke und Lunchpakete oder einfach eine Pause – manche Züge mit Vertriebenen machen hier in Dresden nur Halt, bevor die Reise beispielsweise nach Berlin, Nürnberg oder Frankfurt weitergeht. Die Bahnhofsmission verteilt Lebensmittel auch direkt an den Bahnsteigen.

Ehrenamtliche, die dolmetschen können, helfen bei Verständigungsproblemen. Um den Bedarf an Lebensmitteln, Getränken und weiteren Hilfsgütern zu decken, werden derzeit täglich mindestens 500 Euro benötigt. Spender werden gebeten, keine Essenspenden zur Bahnhofsmission zu bringen. Die benötigten Lebensmittel werden gezielt eingekauft.

Spendenkonto: Diakonie Dresden, IBAN: DE 29 3506 0190 0160 1601 60, BIC: GENO DE D1 DKD, Verwendungszweck: Ukraine-Hilfe

AWO Sachsen richtet Spendenkonto ein

In den letzten Tagen und Wochen erreichten den Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zahlreiche Hilfsangebote. Viele Menschen wollen die Geflüchteten mit Geld- oder Sachspenden unterstützen, Wohnraum zur Verfügung stellen oder ehrenamtlich tätig werden.

Um den hier ankommenden Menschen unkompliziert und direkt helfen zu können, hat die AWO Sachsen ein Spendenkonto eingerichtet. Die Spendenaktion wird unterstützt durch die Naturfreunde Sachsen und dem ACE Auto Club Europa.

Mit der Spendenaktion sollen insbesondere Menschen unterstützt werden, die in Sachsen in Wohnungen ankommen und wichtige Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Elektroherde - sogenannte "weiße Ware" - benötigen. Ausstattungsgegenstände können über die AWO Kreisverbände und die Ortsgruppen der Naturfreunde Sachsen beantragt werden. Die AWO Sachsen wird für die Unterstützung der ankommenden Menschen in Sachsen 100.000 Euro zur Verfügung stellen.

"Wir sind sehr bewegt von den unzähligen Hilfsangeboten der vergangenen Tage" sagt Margit Weihnert, Landesvorsitzende der AWO Sachsen. Almut Thomas, Landesvorsitzende der Naturfreunde in Sachsen, ergänzt: "Um den hier ankommenden Menschen, die schuldlos in diesen furchtbaren Krieg geraten sind, weitere unkomplizierte Unterstützung zu bieten, soll die Spendenaktion der AWO ihren Beitrag leisten."

Geldspenden, um den in Sachsen ankommenden Menschen direkt zu helfen, richten Sie bitte an:

AWO Landesverband Sachsen, IBAN DE09 8502 0500 0003 5890 01, BIC BFSWDE33DRE, Verwendungszweck: "Ukraine-Hilfe"

Initiative organisiert Ankunft von Kriegsflüchtlingen

Seit Sonntag, 6. März, gibt es in Dresden die Initiative "Sonechko", die auf Netzwerkbasis das Ankommen ukrainischer Kriegsflüchtlinge organisiert und Unterstützung anbietet. Die Initiative sieht sich als Brückenlösung für die Soforthilfe bis es staatliche Maßnahmen im großen Rahmen für alle gibt.

"Im jetzigen Moment fehlt es aber in vielen Details an Ansprechstellen und lokalen Lösungen sowohl für die Geflüchteten selbst als auch für Menschen, die Quartiere zur Verfügung stellen oder spenden wollen", schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung.

Alle Gastgeberfamilien werden bei der Aufnahme von Geflüchteten, in finanziellen sowie rechtlichen Fragen, für die Dauer des jeweiligen Aufenthalts durch die Projektleitung begleitet.

Wer Wohnraum zur kurzfristigen oder längerfristigen Nutzung zur Verfügung stellen kann, kann sich telefonisch bei Matthias Nutsch unter 0157 87511583. Um die Gastgeberfamilien finanziell zu entlasten, wurden ein Spendenkonto über den Online-Bezahldienst Paypal eingerichtet.

Stadt bündelt Hilfsangebote

Die Stadt Dresden zeigt sich ebenfalls solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung und wird Betroffenen Schutz und Beistand gewähren, wie in einer Pressemitteilung zu lesen ist. Die Task Force der Stadt bündelt aktuell städtische und bürgerschaftliche Kräfte in Dresden.

"Die Hilfsbereitschaft ist groß, aber wichtig ist jetzt vor allem, die vielen Angebote mit den wirklichen Bedürfnissen abzugleichen", schreibt die Stadt. Täglich laufen die Abstimmungen dazu in der Gruppe, die sich zusammensetzt aus den Bereichen Integration, Bürgeranliegen, Europäische und Internationale Angelegenheiten, Ordnung und Sicherheit, Ausländerbehörde, Immobilienverwaltung, Soziales, Ehrenamt und externen Partnern, wie das Diakonische Werk.

Aktuelle Schwerpunkte sind Unterkünfte, die in den nächsten Tagen benötigt werden könnten und die Bündelung von Hilfsangeboten aus der Bevölkerung.

Folgende Leistungen werden benötigt und gesucht:

  • Wohnungen: Gesucht werden ab sofort Ein- bis Fünfraumwohnungen mit Küche und Bad, gerne auch möbliert. Die Wohnungen sollten den ukrainischen Familien für mindestens ein Jahr zur Verfügung gestellt werden können. Den Anforderungskatalog finden Sie hier.
  • Ehrenamt: Gesucht werden Personen, die beispielsweise bei der Begleitung zu Behörden, oder bei der Orientierung in Dresden, beim Benutzen der Verkehrsmittel oder bei Alltagsproblemen helfen können. Folgende Angaben werden benötigt: Kontakt mit Telefonnummer, gewünschter Einsatz-Stadtteil und mögliche Einsatz-Stunden im Durchschnitt pro Woche. Sprachkenntnisse in Russisch oder Ukrainisch bitte angeben. Bitte melden unter E-Mail: [email protected].
  • Dolmetscher: Die Stadt Dresden freut sich über ehrenamtliche Dolmetscher und Dolmetscherinnen für Russisch und Ukrainisch. Bitte melden unter E-Mail: [email protected].

Dresdner

Die Dresdner Hilfsorganisation "Arche Nova", die seit 2005 mit der Landeshauptstadt Dresden im Bündnis "Dresden hilft" vereint ist, versorgt die Geflüchteten mit dem Allernötigsten: Trinkwasser, Lebensmitteln, Matratzen und warmen Decken. Dafür arbeitet die Organisation mit lokalen und erfahrenen Partnerorganisationen zusammen. "So stellen wir sicher, dass die Hilfe auch an Orte kommt, die nur noch schwer zugänglich sind", ist auf der Website zu lesen.

Mit der langjährigen Partnerorganisation New Way ist arche noVa derzeit unter anderem in Dnipro im Einsatz, einer Stadt in der Ostukraine, in der sich sehr viele Geflüchtete aus Mariupol, Charkiw und weiteren umkämpften Orten aufhalten. Nur wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffskrieges verwandelten Freiwillige das Kulturzentrum der Stadt zu einer Notunterkunft. Im "Kulturna Stolytsa" übernachten seitdem Menschen in der Cafeteria, in Proberäumen oder auf der Bühne. "Arche Nova" stellt ihnen Liegen, Matratzen, Decken und Kissen bereit.

Die langjährige lokale Partnerorganisation hat sich entschieden, vor Ort zu bleiben und ist derzeit dabei, in der Region Donezk und Luhansk den dringendsten Bedarf zu ermitteln und Nothilfe vorzubereiten.

"Wir werden den befreundeten humanitären Helferinnen und Helfern dabei so lange zur Seite stehen, wie es nur geht. Wobei die Sicherheit des Teams für alle Beteiligten oberste Priorität hat", sagt Mathias Anderson Geschäftsführer von "Arche Nova".

Der Verein bittet um finanzielle Unterstützung für die Arbeit vor Ort.

Spendenkonto: Arche Nova e.V., IBAN: DE78850205000003573500, BIC: BFSWDE33DRE, Stichwort: Ukraine

Initiative zur Unterstützung der Ukrainer

Aufgrund der aktuellen Situation haben sich Freiwillige und Vereine zu der Initiative "Ukrainisches Koordinationszentrum Dresden" zusammengeschlossen. Damit sollen unter anderem Spendenaktionen besser koordiniert werden.

"Die Menschen in der Ukraine benötigen dringend Hilfe. Gemeinsam können wir etwas bewirken und Spenden sammeln", ist auf einem Flyer der Initiative zu lesen.

Einzelne Spenden werden montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 20 Uhr und am Wochenende von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen. Sie können im Herbert-Wehner-Haus in der Devrientstraße 7 abgegeben werden. Große Mengen werden täglich von 7.30 bis 18 Uhr in der Sachsenland Logistik GmbH in der Magdeburger Straße 58 entgegengenommen.

Folgende Sachspenden werden benötigt:

  • Schutzausrüstung: Schutzwesten, Helme, Ferngläser, Nachtsichtgeräte, Knie- und Ellenbogenschützer
  • Medikamente: Erste-Hilfe-Sets, Einhand-Tourniquet (Venenstauer), Pflaster, Antibiotika, Adrenalin Fertigspritzen

Bei Fragen ist das Team unter der Telefonnummer 0351 49763870 oder 0152 10274903 sowie per E-Mail an [email protected] zu erreichen.

Außerdem können Geldspenden an folgendes Konto überwiesen werden:

Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V., IBAN DE27 8505 0300 3120 0690 26, BIC OSDDDE81XXX, Verwendungszweck: "Ukraine 2022"

Sachspenden bei der Caritas abgeben

Die Caritas im Bistum Dresden-Meißen ruft die Bevölkerung zu Sachspenden für ihre Partner in der Westukraine auf. Benötigt werden vor allem Windeln, Bettwäsche, Bettlaken, Decken, Kopfkissen sowie Babynahrung, informiert die Vertreterin der Caritas der griechisch-katholischen Diözese Sambir-Drohobych in der Nähe von Lwiw (Lemberg), Maria Ladychuk.

"Die Menschen fliehen nicht nur in die EU-Länder", sagt Maria Ladychuk. Inzwischen gebe es auch viele Binnenflüchtlinge, die aus den Kriegsgebieten fliehen, aber zunächst in der Ukraine bleiben. "Diese Menschen brauchen dringend und schnell Hilfe."

Die Spenden können nach telefonischer Anmeldung unter 0351 4983738 oder 0173 7351958 in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Dresden-Meißen, Magdeburger Straße 33, 01067 Dresden abgegeben werden.

Deutschlandweite Spenden für Ersthilfe vor Ort

Das deutsche Bündnis "Aktion Mensch hilft" hat ebenfalls zur Spende für die Nothilfe in der Ukraine aufgerufen. Dieses setzt sich aus 20 Hilfsorganisationen zusammen, die für Menschen in Notlagen schnell und koordiniert Hilfe leisten.

"Es herrscht Krieg mitten in Europa. Millionen Kinder, Frauen und Männer bangen um ihr Leben und ihre Zukunft", ist auf der Website zu lesen. Derzeit versorgen Engagierte Menschen vor Ort mit lebenswichtigen Gütern, leisten psychologische Ersthilfe für Kinder und organisieren Hilfstransporte.

Gespendet werden kann direkt auf der Website oder über folgendes Spendenkonto:

Aktion Deutschland Hilft e.V.: IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX, Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine

Der Verein "Ärzte ohne Grenzen" sammelt ebenfalls Spenden für die medizinische Versorgung vor Ort sowie psychologische Dienste. "Wir bereiten uns auf eine Vielzahl möglicher medizinischer Bedürfnisse vor: Unsere Teams in Belarus und Russland stehen bereit, um bei Bedarf humanitäre Hilfe zu leisten", ist auf der Website zu lesen.

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Im Jahr 2020 wurden laut Angaben der Organisation fast 4.000 ambulante Sprechstunden angeboten, über 1.000 psychologische Einzelgespräche, über 100 Neubehandlungen gegen Hepatitis C und fast 100 Behandlungen wegen resistenter Tuberkulose.

"Angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen ist es von entscheidender Bedeutung, die medizinische Versorgung der Menschen zu gewährleisten", heißt es auf der Website.

Ärzte ohne Grenzen e.V.: IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00, BIC: BFSWDE33XXX

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