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Spar-Elektronik bringt Dresdner Firma unter die fünf besten

Eine Fachzeitschrift hat das Dresdner Halbleiterunternehmen 3-5 Power Electronics prämiert. Ein Grund: Sparsamkeit.

Von Georg Moeritz
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Qualitätsprüfung am Halbleiter: Das Dresdner Unternehmen 3-5 Power Electronics Dresden probiert neue Materialien aus.
Qualitätsprüfung am Halbleiter: Das Dresdner Unternehmen 3-5 Power Electronics Dresden probiert neue Materialien aus. © 35PE/Kristin Schmidt

Dresden. Eine Auszeichnung für Firmengründer Gerhard Bolenz und seine Mitarbeiter bei der 3-5 Power Electronics GmbH im Technologiezentrum Dresden-Mockritz: Das Halbleiter-Fachmagazin Semiconductor Review stellt jährlich die fünf besten Halbleiterproduzenten Deutschlands vor. Auf der jüngsten Liste findet sich die kleine Dresdner Firma gemeinsam mit dem großen Mikrochip-Hersteller Infineon.

Das Team um die Geschäftsführer Gerhard Bolenz und Volker Dudek hat sich in den vergangenen Jahren vor allem mit dem Halbleitermaterial Galliumarsenid beschäftigt. Das wird üblicherweise für Elektronikbauteile mit geringer Spannung und hoher Frequenz verwendet. Die Dresdner haben aber nach eigenen Angaben das Material erstmals für Anwendungen in der Leistungselektronik vorbereitet - also zum Schalten hoher elektrischer Spannungen und Ströme.

Material Galliumarsenid für Ökostrom-Schaltungen

Die Entwicklung der neuartigen Leistungshalbleiter ermöglicht nach Angaben von 3-5 Power Electronics "einen Quantensprung bezüglich Leistung, Zuverlässigkeit, Energieeffizienz sowie wirtschaftlicher Fertigung". Die Galliumarsenid-Dioden eignen sich demnach für Anwendungen in Elektromobilität und Ökostrom-Erzeugung.

Das Dresdner Unternehmen wurde 2016 gegründet und hält ein Dutzend Patente. Es ist Mitglied im Branchenverband Silicon Saxony. In Produktion und Logistik arbeitet es mit dem Heilbronner Unternehmen Azur Space zusammen, heißt es im Beitrag des Magazins Semiconductor Review. Dessen Marktforscher nutzten für die Zusammenstellung der Preisträger auch Nominierungen von Abonnenten, die das Anwendungspotenzial neuer Technologien bewerten.

Nach eigenen Angaben hat 3-5 Power Electronics voriges Jahr den Nachweis erbracht, die Dioden sehr kostengünstig herstellen zu können. Die Wertschöpfungskette für diese "Schlüsselbausteine der Energiewende" sei vollständig in Deutschland aufgebaut worden. Geschäftsführer Bolenz sagte, die Dioden auf Basis von Galliumarsenid zeigten häufig bessere Ergebnisse als Siliziumkarbid oder Galliumnitrid, wenn es um stabile Betriebstemperaturen, geringere Chipgröße und Energieverlust gehe.