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Premiere in Altenberg: Zwei Bob-Weltcups hintereinander

Nächstes Novum für die Bobbahn in Altenberg: Nach zweimal WM in Folge und zwei Weltcups in einer Saison fährt die Weltelite um Francesco Friedrich im Januar 2023 doppelt im Osterzgebirge.

Von Tino Meyer
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Für das Bobteam von Francesco Friedrich ist auch der nacholympische Winter ein besonderer. In St. Moritz will er wieder Weltmeister werden - so wie zum ersten Mal an gleicher Stelle zehn Jahre zuvor.
Für das Bobteam von Francesco Friedrich ist auch der nacholympische Winter ein besonderer. In St. Moritz will er wieder Weltmeister werden - so wie zum ersten Mal an gleicher Stelle zehn Jahre zuvor. © Ronald Bonß

Altenberg. Der gute Wintersportler, so lautet eine allgemeingültige Erfolgsformel, wird im Sommer gemacht. Wenig überraschend also, dass sich Bobdominator Francesco Friedrich und sein Team bereits im Mai zum ersten gemeinsamen Training auf der Anschubstrecke in Riesa getroffen haben. Nach den zweimal zwei Olympiasiegen bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking soll die unvergleichliche Erfolgsserie idealerweise bis zu den Spielen 2026 in Cortina d'Ampezzo weitergehen.

Der neue Olympiazyklus hat demnach offiziell begonnen, und auch die Termine des nacholympischen Winters stehen jetzt fest. Von einem Übergangsjahr, wie es sportartenübergreifend typisch ist, kann und soll bei Friedrich allerdings keine Rede sein. Schließlich gibt es für ihn beim Saisonhöhepunkt, der Bob- und Skeleton-WM auf der Natureisbahn in St. Moritz vom 23. Januar bis 5. Februar 2023, eine nicht minder beeindruckende Serie fortzusetzen.

Seit 2013, als er in eben diesem St. Moritz zu seinem ersten WM-Sieg fuhr und sich zum jüngsten Zweierbob-Weltmeister krönte, ist der Pirnaer in der Disziplin bei Weltmeisterschaften ungeschlagen. Sieben Titel hat er mittlerweile im kleinen Schlitten eingefahren (in Olympiajahren wird keine WM ausgetragen) - und inzwischen auch vier WM-Siege hintereinander mit dem Viererbob.

Die WM-Generalprobe gibt es diesmal in Altenberg

Die WM-Generalprobe steigt diesmal in Altenberg und damit auf Friedrichs Heimstrecke, die dabei ein weiteres Novum erlebt. Nachdem 2020 und coronabedingt auch 2021 zwei Weltmeisterschaften in Folge stattfanden und in der Vorsaison erstmals auch zwei Weltcups, fährt die Weltelite diesmal gleich zweimal hintereinander auf dem anspruchsvollen Eiskanal im Osterzgebirge. Am Wochenende 14./15. Januar gibt es den ersten Weltcup mit je einer Entscheidung im Zweier und Vierer sowie den Rennen im Skeleton - und am darauffolgenden Wochenende einen weiteren Weltcup wieder mit Zweier, Vierer und Skeleton.

Insgesamt sieht der Weltcup-Kalender, den der Weltverband IBSF jetzt beschlossen hat, acht Veranstaltungen in Kanada, den USA, Deutschland, Österreich und Lettland vor. Los geht es Ende November im kanadischen Whistler, im Dezember stehen die US-Bahnen in Park City und Lake Placid auf dem Plan. Der Januar 2023 beginnt mit dem Weltcup in Winterberg, ehe die WM-Generalprobe mit den zwei Weltcups in Altenberg folgt.

Anders als gewöhnlich ist die Saison mit der WM, die im Bob- und Skeletonsport eigentlich immer den Abschluss bildet, aber nicht beendet. Stattdessen geht es danach weiter mit den Weltcup-Wochenenden sieben und acht in Innsbruck sowie dem lettischen Sigulda. Grund ist der vergleichsweise zeitige WM-Termin, was wiederum mit der Natureisbahn in St. Moritz zusammenhängt. Um dort faire Bedingungen zu garantieren, kann nicht erst wie für eine WM üblich Ende Februar gefahren werden.