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Von wem das Heinz-Steyer-Stadion umgebaut wird

Das Areal im Dresdner Ostragehege soll zur Multifunktionsarena werden. Der Freistaat fördert das Projekt mit vier Millionen Euro. Jetzt gibt es eine weitere Entscheidung.

So wie auf dieser Visualisierung soll das Heinz-Steyer-Stadion künftig aussehen.
So wie auf dieser Visualisierung soll das Heinz-Steyer-Stadion künftig aussehen. © ARGE BAM Sports GmbH / BAM Deutschland AG, O+M ARC

Dresden. Das Heinz-Steyer-Stadion im Dresdner Ostragehege soll künftig wieder für sportliche Großereignisse genutzt werden. Deshalb wird es nun weiter aus- und umgebaut, so dass eine Multifunktionsarena entsteht. Wobei die sportliche Nutzung vor allem bei den Leichtathleten liegt, so Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (SPD).

Bereits 2017 war die Nordtribüne im Heinz-Steyer-Stadion saniert worden. Insgesamt vier Millionen Euro hatten Stadt und Freistaat in die rund 1.800 neuen Sitzplätze investiert. Nun sollen weitere Sitzplätze für 5.000 Zuschauer folgen, die dann die Wettkämpfe der aktuellen Hauptnutzer - die DSC-Leichtathleten, die Dresden Monarchs und die DSC-Fußballer - verfolgen können.

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Damit im Stadion künftig auch Großveranstaltungen stattfinden können, soll Platz für insgesamt 15.000 Zuschauer entstehen, der temporär genutzt werden kann. Dafür sollen mobile Tribünen zum Einsatz kommen.

Außerdem sollen eine Fechterhalle, multifunktionale Sporträume, Fitness- und Tagungsräume sowie Bereiche für die Sportmedizin gebaut werden.

Für den DSC, die Dresden Monarchs und den 1. FFC Fortuna sind Büros und Vereinsräume geplant und es soll ein gastronomisches Angebot geben. Als Eingang zum Sportpark Ostra wird vor dem Stadion eine Art Plaza gestaltet.

Wie geht es mit dem Stadion jetzt weiter?

Das gesamte Bauprojekt kostet rund 37 Millionen Euro. Angesichts der großen finanziellen Aufgaben der Stadt in der Corona-Krise ist derzeit noch offen, wie das Großbauprojekt finanziert wird.

Nun hat zumindest der Freistaat seine Zusage über eine Förderung von vier Millionen Euro gegeben. Seit September 2019 wird ein sogenannter wettbewerblicher Dialog durchgeführt. Ziel ist es, Planung und Bauarbeiten an einen Generalunternehmer zu übergeben. Das soll Ende Januar 2021 erfolgen.

Der Stadtrat, der die Verwaltung beauftragt hatte, ein Konzept für das Stadion zu entwickeln, muss dafür noch seinen Zustimmung geben. Wie genau die Arbeiten dann ablaufen, plane der Generalunternehmer, so die Stadt. Bis Ende 2023 soll die neue Anlage dann fertig sein und könnte dann unter anderem als Austragungsort für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften genutzt werden.

Das 1919 eröffnete Stadion in der Dresdner Friedrichstadt bot in seinen Spitzenzeiten Platz für 65.000 Besucher. Den Rekord von 61.000 Zuschauern hält bis heute das 1935 ausgetragene Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Tschechoslowakei, das die Deutschen mit 2:1 für sich entschieden.

Entscheidung gefallen

Jetzt hat sich die von der Stadt eingesetzte 13-köpfige Expertenjury entschieden, wer das Stadion umbaut. Die Stadtverwaltung spricht von einem "wesentlichen Schritt zur Beauftragung eines Generalübernehmers für Planung und Bau".

In der Jury sitzen Sportbürgermeister Peter Lames (SPD), Mitglieder der Dresdner Gestaltungskommission, Vertreter des Stadtplanungsamtes, des Eigenbetrieb Sportstätten, der hauptnutzenden Sportarten und jeweils einen Vertreter der Dresdner Stadtratsfraktionen.

Es gab drei Bewerber für das Projekt. "Die Wahl fiel einhellig auf die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland", teilt die Stadt nun mit. Der Entwurf zeige insbesondere hohe sportfunktionale Qualität, die im besonderen Maße im Einklang mit einer ansprechenden Architektur des Stadions steht – so die Jury.

Alle drei Bewerber lagen nach Angaben der Stadt bei rund 34 Millionen Euro netto, was dem Rahmen des Budgets entspricht. Der Sieger hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, dazu gehört aber auch das Dresdner Architekten-Büro O+M. "Diese drei guten Angebote zeigen, wie attraktiv der Standort ist und dass seine Potenziale auch über Dresden hinaus beachtet werden", so Lames. "Dresden kann sich auf dieses neue Bauwerk freuen. Die Entwicklung des Sportparks Ostra wird damit maßgeblich vorangetrieben."

Wie in dieser Visualisierung soll es ab 2023 im Heinz-Steyer-Stadion aussehen.
Wie in dieser Visualisierung soll es ab 2023 im Heinz-Steyer-Stadion aussehen. © ARGE BAM Sports GmbH / BAM Deutschland AG, O+M ARC

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