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Gutes Debüt für Ex-Dynamo Schubert in den Niederlanden

Markus Schubert verließ Dresden, um in der Bundesliga zu spielen. Dort kam er kaum zum Einsatz. Bei seinem neuen Klub ist er nun wieder die Nummer eins.

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Er kann wieder lachen: Markus Schubert ist bei seinem neuen Klub in den Niederlanden die neue Nummer eins.
Er kann wieder lachen: Markus Schubert ist bei seinem neuen Klub in den Niederlanden die neue Nummer eins. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Dresden/Zwolle. Der frühere Dynamo-Torhüter Markus Schubert hat nach seinem Wechsel vom Bundesliga-Absteiger Schalke 04 zum niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim ein gelungenes Debüt gefeiert. Im ersten Ligaspiel mit seinem neuen Verein konnte der gebürtige Freiberger gegen PEC Zwolle die Null halten und so den 1:0-Auftaktsieg seiner Mannschaft in der Eredivisie sichern.

Markus Schubert war im Juli ablösefrei vom Gelsenkirchen in die Niederlande gewechselt, weil er bei Schalke keine Chance auf Spielpraxis gehabt hätte. Bei Vitesse ist er nun die neue Nummer eins. Bereits in der dritten Runde der Europa-Conference-League-Qualifikation stand der 23-Jährige gegen den irischen Vertreter Dundalk FC für seinen neuen Verein zwischen den Pfosten. Nach einem 2:2 im Hinspiel gewann Arnheim am vergangenen Donnerstag 2:1 und zog in die Playoffs ein. Dort wartet nun der belgische Spitzenklub RSC Anderlecht. Gespielt wird am 19. und am 26. August.

Viel vom Nationaltorwart Trapp gelernt

Für Markus Schubert scheint der Wechsel in die Niederlande die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Schubert, der 2019 zu Schalke gewechselt war und in seiner ersten Bundesliga-Saison kurzzeitig auch Stammtorhüter wurde, sah sportlich kaum noch eine Chance. Schon in der vergangenen Saison war er an den Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt ausgeliehen - als Nummer zwei hinter Nationaltorwart Kevin Trapp.

In dem Jahr habe er zwar nicht gespielt, aber trotzdem viel gelernt, erklärte er im Juni in einem Interview. „Ich persönlich hatte ein neues Umfeld, konnte mich als Mensch weiterentwickeln, reifer werden und nehme da auch positive Sachen für mich mit.“ Von Trapp habe er sich viel abschauen können. „Vor allem eines: zu wissen, was man kann, und was man vielleicht nicht kann. Die Ruhe und die Abläufe zu haben und keine besonderen Experimente machen zu müssen“, meinte Schubert.

Bei Dynamo-Abgang als „Hure“ bezeichnet

Vielen Dynamo-Fans ist Markus Schubert durch seinen Abgang vor zwei Jahren in keiner guten Erinnerung geblieben. Denn als das Eigengewächs im Mai 2019 seinen auslaufenden Vertrag beim damaligen Zweitligisten Dresden nicht verlängerte und stattdessen in die Bundesliga zu Schalke 04 ging, war die Aufregung groß.

Das lag weniger am Wechsel an sich als viel mehr an den Begleitumständen. Das Angebot war sportlich (und vermutlich auch finanziell) lukrativ, nur hätte sich mancher in Dresden, insbesondere Sportchef Ralf Minge, vom Publikumsliebling eher eine klare Ansage gewünscht.

Nach dem Wechsel-Theater beleidigten einige Dynamo-Fans den Torwart, der selbst einmal im K-Block gestanden hat, beim Auswärtsspiel in Ingolstadt im April 2019 mit einem Plakat als „Hure“. Es sollte das letzte Spiel von Schubert im Dynamo-Trikot bleiben. Aus Schutz vor den aufgebrachten Dynamo Anhängern wurde er in den letzten drei Saisonspielen vom damaligen Trainer Cristian Fiel aus dem Tor genommen.

„Die Fans sind enttäuscht, wenn ein Spieler, der geschätzt wird, den Verein verlässt. Für sie steht der Verein an erster Stelle, das ist auch gut so“, zeigte Schubert ein halbes Jahr später in einem Interview mit Sächsische.de Verständnis. „Aber ich muss auch schauen, was für meine Entwicklung das Beste ist. Ich will das Maximum in meiner Karriere erreichen, denn Fußball ist mein Leben, ich will die größtmöglichen Erfolge feiern. Und ich bin überzeugt, dass ich dafür diesen Schritt gehen musste.“ Diese Aussage scheint nun auch auf seinen Wechsel nach Arnheim zuzutreffen.