Genial Sächsisch
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"Genial Sächsisch": Das sind neue Erfindungen aus Sachsen

Start der dritten großen SZ-Erfinderschau: Wir stellen sieben neue Produkte aus Sachsen vor, die den Alltag leichter, besser und schöner machen.

Von Stephan Schön
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Sieben Ideen, aus denen Produkte wurden. „Genial Sächsisch“ stellt sie vor.
Sieben Ideen, aus denen Produkte wurden. „Genial Sächsisch“ stellt sie vor. © Thomas Kretschel (5); Claudia Hübschmann; Neualp

In Sachsen werden auch in Corona-Zeiten Erfindungen zu Firmen. Sie bieten Produkte, die das Leben besser, schöner und leichter machen. Die SZ stellt nun schon zum dritten Mal in ihrer großen Erfinderserie „Genial Sächsisch“ sieben vor. Sie produzieren Dinge wie die kompostierbare Mehrwegverpackung, das Smoothie-Pulver oder auch ein neuartiges Musikinstrument.

Sachsen ist ein Land der Erfinder und Ingenieure beginnend mit dem Bergbau und seinen neuen Technologien bis ins 20. Jahrhundert hinein. Heute liegt Sachsen, was die Patente betrifft, deutschlandweit nur im Mittelfeld. 604 sächsische Patente wurden im vergangenen Jahr beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Das sind 15 Patente je 100.000 Einwohner. Bayern hat 90, Baden-Württemberg 122. „Der Großteil dort kommt aus den Forschungszentralen der Konzerne. Und die gibt es so in Sachsen nicht“, begründet dies der Dresdner TU-Professor Michael Schefczyk. Er ist Dekan der Wirtschaftsfakultät und bewertet die ausgewählten Start-ups von „Genial Sächsisch“.

Sachsen bei Gründungen mit Patenten "ziemlich gut"

„Wenn es trotz dieser Situation ein Bundesland schafft, bei Patenten bundesweit, im Mittelfeld zu landen, dann ist das ein positiver Befund“, sagt Schefczyk. Vor allem was Hightech-Gründungen und Technik betreffe. „Bei Gründungen mit Patenten aus Hochschulen und Instituten heraus ist Sachsen sogar ziemlich gut.“

Doch die Idee, die Eingebung, der Geistesblitz ist nur das Eine, die harte Arbeit danach das Andere. „Nach dem Start weiterzukommen, das ist die eigentliche Hürde“, sagt Schefczyk. „Für eine Bilanz, wie die Pandemie sich auf Firmengründungen und deren Erfolg ausgewirkt hat, ist es noch zu früh. Ich jedenfalls bin da optimistisch.“

Männer und Frauen machen bei Unternehmensgründungen tendenziell unterschiedliche Dinge. „Die meisten technischen Gründungen in Sachsen kommen aus jenen Fachbereichen, in denen der Frauenanteil schon im Studium sehr niedrig ist.“

  • Viele Produkte von "Genial Sächsisch" aus diesem Jahr und den Jahrgängen davor werden über das Special im DDV-Onlineshop verkauft und sind auch in den Shops von DDV-Lokal zu finden.

Mit der Folge: Start-ups werden im Hightech- und Ingenieur-Bereich vor allem von Männern gegründet. Branchen-Schwerpunkte dabei sind vor allem Software-Gründungen und deren Anwendungen, gefolgt von einem ganz breiten Technologiefeld mit Ingenieurleistungen. Michael Schefczyk zufolge ist das auch die große Chance für Sachsen: „Zehn davon können so wichtig sein wie eine Mega-Gründung.“

Und soviel steht fest: Am 15. Oktober sind die Start-ups vor Ort. Im Elbepark Dresden zur Erfindershow auf der Bühne. Mit ihren Produkten. Gegen 17 Uhr wird der Gewinner des Votings auf der Bühne prämiert. Der Erfinder erhält dann ein Mediavolumen der DDV-Mediengruppe zur Bewerbung seiner Erfindung in Höhe von 25.000 Euro.

Alle Erfindungen im Überblick:

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Das Projekt

Die Erfindershow mit den hier vorgestellten Start-ups und ihren Produkten findet am 15. Oktober von 10 bis 18 im Elbepark Dresden statt.

„Genial Sächsisch“ wird unterstützt von den drei sächsischen Gründerinitiativen in Dresden, Chemnitz und Leipzig.