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Corona-Testschulen für Dresdner Schüler

Die Abschlussklassen dürfen ab Montag auch in Dresden wieder in den Präsenzunterricht. Wie das funktionieren soll und wo Schüler getestet werden.

Ab Montag sollen auch Schüler in Dresden auf das Coronavirus getestet werden.
Ab Montag sollen auch Schüler in Dresden auf das Coronavirus getestet werden. © dpa

Dresden. Am Montag starten die Abschlussklassen in Dresden wieder in den Präsenzunterricht an den Schulen. Dafür gibt es Zustimmung, aber auch viel Kritik. "Warum ausgerechnet in Sachsen tausende Schüler sowie zahlreiche Lehrkräfte ab kommender Woche zurück in die Schulen müssen, ist mir vollkommen schleierhaft", sagt zum Beispiel Lehrergewerkschaftsvorsitzende Uschi Kruse. Dies werde erneut zu Infektionen und Quarantänemaßnahmen an Schulen führen. "Bei der aktuellen Lage halten wir die Teilöffnung der Schulen ab 18. Januar für fahrlässig"

Dresdens Elternratschef Martin Raschke befürwortet dagegen die Öffnung, damit sich die Schüler gut auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten. "Es geht hier um junge Erwachsene, die meiner Meinung nach gut und verantwortungsvoll mit den Hygienemaßnahmen umgehen können."

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Wo können sich die Schüler testen lassen?

Den zeitlichen Ablauf für die Tests legen die Testschulen fest und informieren auch Schüler und Eltern darüber, welcher Schüler sich wo testen lassen kann. Pro Stunde sollen sich 30 Schüler testen lassen können, so das Landesamt für Bildung. Genaueres kann das Amt nicht sagen. Auch nicht, wie oft die Tests wiederholt werden können.

Das Landesamt geht von rund 11.235 zu testenden Schülern in Dresden aus, so Sprecherin Petra Nikolov. In dieser Zahl seien Schüler der staatlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft enthalten.

Testschulen in Dresden sind:

  • 82. Oberschule Dresden "Am Flughafen"
  • 32. Oberschule Dresden
  • Gymnasium "Dreikönigschule"
  • Vitzthum-Gymnasium
  • Marie-Curie-Gymnasium
  • Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium
  • Gymnasium Bühlau
  • Gymnasium Pieschen
  • Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium
  • Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft "Franz Ludwig Gehe"
  • Berufliches Schulzentrum für Technik "Gustav Anton Zeuner"
  • 36. Oberschule Dresden, 25. Oberschule

Was passiert, wenn ich mich nicht testen lasse?

Die Testungen sind freiwillig, so Nikolov. Schüler, welche sich nicht testen lassen, seien vom Schulbesuch nicht ausgeschlossen. Ab Montag besteht für die Abgangsklassen an den Förder- und Oberschulen sowie für die Vorabgangs- und Abgangsklassen an den Gymnasien, beruflichen Gymnasien und Fachoberschulen Schulpflicht.

Wie soll der Start ab Montag ablaufen?

210 Elft- und Zwölftklässler kommen am Montag ins Gymnasium Klotzsche, das gerade im Schulcampus Pieschen untergebracht ist. Auch sie sollen getestet werden, sagt Schulleiter Frank Haubitz. "Vorerst sollen die prüfungsrelevanten Fächer vermittelt werden. Dazu kam eine Mail vom Kultusministerium."

Konkret werden die Gruppen der Leistungskurse geteilt und in zwei gegenüberliegenden Klassenräumen vom Fachlehrer abwechselnd unterrichtet. So sind zwischen zehn und zwölf Schüler im Raum und es gibt genügend Abstand. Die Schüler müssen von zu Hause bis nach Hause eine Maske tragen, sagt Haubitz.

"Sie sollen auch die sechs Schulbusse nutzen, die wir haben und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. Pro Bus wären das rund 35 Schüler, die dann nicht mit anderen Menschen außer den Mitschülern in Kontakt kommen", erklärt Haubitz. Mit den Hygieneregeln in der Schule seien die Schüler vertraut. "Das Essen entfällt natürlich."

Am Gymnasium Cotta gibt es am Montag für die 12. Klassen ihr Kurszeugnis für das erste Halbjahr. Am 5. März sollen dann die 11er ihr Kurszeugnis 11/I erhalten, so die Schulleitung. Der Unterricht für die 11. und 12. Klassen findet ab Montag unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln statt. Geplant ist der Unterricht aufgrund der Schnelltests am Montag von der 1. bis 6. Stunde.

Der Mindestabstand soll auch im Unterricht eingehalten werden. Dies bedeutet, wenn die Räume es nicht hergeben, werden die Kurse geteilt, so die Schulleitung. In der Regel passen 14 bis 15 Schüler in einen normalen Klassenraum, größere Kurse erfordern die Aufteilung auf zwei Zimmer, die der Lehrer dann parallel beschulen muss. Einige Kurse können auch in großen Räumen wie Aula oder Turnhalle vollständig unterrichtet werden.

Am Vitzthum-Gymnasium starten am Montag zunächst die 12. Klassen in ihren Leistungskursen und dann am Dienstag die 11. Klassen mit den Hauptfächern. "Wir wollen den Kindern ihre Sorgen nehmen und sie erstmal in Ruhe abholen und nicht gleich in Stress verfallen", sagt Schulleiterin Arnhild Göllner.

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