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Asyldebatte in Dresden: Welche Behauptungen zur Ausländerkriminalität stimmen, welche nicht?

Bevor der Stadtrat über die neuen Container-Asylunterkünfte in Dresden entscheidet, wird auch versucht, Ängste zu schüren. Was an Behauptungen zur Ausländerkriminalität dran ist.

Von Sandro Pohl-Rahrisch & Alexander Schneider
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Der Wiener Platz in Dresden gilt seit mehreren Jahren als Schwerpunkt von Drogenkriminalität durch Zuwanderer.
Der Wiener Platz in Dresden gilt seit mehreren Jahren als Schwerpunkt von Drogenkriminalität durch Zuwanderer. © Christian Juppe (Archiv)

Dresden. Am 11. Mai wird der Dresdner Stadtrat entscheiden, ob und wo neue Container-Asylheime in entstehen. Die Debatte darüber ist in den vergangenen Wochen zum Teil sehr emotional geführt worden. In den betroffenen Stadtbezirken und Ortschaften äußerten Anwohner immer wieder Befürchtungen vor zunehmender Kriminalität, sollten in ihrer Nachbarschaft Asylbewerber unterkommen.

Zuletzt verbreitete sich am Freitag die Nachricht über eine Auseinandersetzung vorm Leubnitztreff an der Dohnaer Straße in den sozialen Medien. Zwei Libyer schlugen laut Polizei einen Marokkaner nieder. Außerdem verletzten sie ihn mit einem Messer leicht. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Sind Zuwanderer tatsächlich krimineller als Dresdner mit deutschem Pass, wie nach dem Vorfall am Freitag wieder behauptet wurde? Gibt es im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften mehr Straftaten? Das sind vier Behauptungen und die Fakten dazu.

Behauptung 1: Flüchtlinge begehen mehr Straftaten als Deutsche

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