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Manuel Schäffler ist bei Dynamo nur noch Reservist

Der Stürmer kommt in diesem Jahr bei Dynamo nicht mehr über die Rolle des Dauerjokers hinaus - und wartet auf sein erstes Tor. Gegen Bayreuth war er ganz nah dran. Trifft er nun im Pokal?

Von Daniel Klein
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Wo es langgeht, weiß Manuel Schäffler mit seinen 34 Jahren. Die Jokerrolle ist eine ungewohnte für den Angreifer.
Wo es langgeht, weiß Manuel Schäffler mit seinen 34 Jahren. Die Jokerrolle ist eine ungewohnte für den Angreifer. © dpa/PA/Robert Michael

Dresden. Er hätte das Spiel drehen können – und das nahezu im Alleingang. Der Anfang war auch vielversprechend. Nach seiner späten Einwechslung in der 78. Minute bereitete er den Anschlusstreffer von Ahmet Arslan mit einer exakt getimten Eingabe vor. Doch dass es beim 1:2 und Dynamos Niederlage gegen die SpVgg Bayreuth blieb, lag erneut wesentlich an Manuel Schäffler.

Erst landete sein spektakulärer Fallrückzieher knapp neben dem Pfosten. In der Nachspielzeit versuchte er dann, den Torwart zu umkurven, legte sich den Ball aber viel zu weit vor, der knapp am Tor vorbei ins Aus trudelte. „Wir haben den letzten Punch nicht gesetzt, waren zu verspielt“, erklärte der Stürmer am Samstag nach dem Schlusspfiff, meinte damit aber wohl vor allem den Chancenwucher in der ersten Halbzeit.

Für Dynamo lief es in diesem Jahr bis zum Ausrutscher gegen Bayreuth sehr gut, für Schäffler dagegen nicht. Nach einem Muskelfaserriss im Januar kam er nur noch zu Kurzeinsätzen, und blieb bei denen erfolglos. Seine vier Saisontore erzielte er alle in der Hinserie. „Ich bin jetzt mal ein bisschen hintendran, versuche aber trotzdem, meinen Job zu machen, wenn ich reinkomme“, erklärt er zu seiner Situation als Joker.

Ungläubig schaut Manuel Schäffler dem Ball hinterher, der gerade am Tor vorbei ins Aus trudelt. Gegen Bayreuth vergibt der 34-Jährige die letzte und größte Chance zum Ausgleich.
Ungläubig schaut Manuel Schäffler dem Ball hinterher, der gerade am Tor vorbei ins Aus trudelt. Gegen Bayreuth vergibt der 34-Jährige die letzte und größte Chance zum Ausgleich. © dpa/Robert Michael

An Stefan Kutschke kommt der gebürtige Bayer derzeit nicht vorbei. Für ihn ist das aber kein Grund, schlechte Stimmung in der Kabine zu verbreiten. „Stänkern war noch nie mein Ding. Ich wollte immer mit den Mannschaften erfolgreich sein – egal, ob ich spiele oder nicht“, betont der Stürmer, der im Sommer für eine Ablösesumme von 200.000 Euro vom 1. FC Nürnberg gekommen war. Dresden ist bereits seine siebente Station als Profi. Hinzu kommt sein für – einen Fußballer – gehobenes Alter. „Mit meinen 34 Jahren tue ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung gut“, sagt er. „Ich versuche mich einzubringen, wenn die Jungs mich fragen. Und ich warte auf meine Chance, gebe Gas, trainiere so, dass ich die anderen dazu bringe, an ihr Limit zu gehen. So habe ich auch meinen Anteil an den Ergebnissen.“

Seine Routine könnte in den kommenden Wochen wieder stärker gefragt sein als zuletzt. Nun kommen die entscheidenden Spiele um den Aufstieg – vor allem gegen die direkten Konkurrenten. Los geht es am schon Sonntag beim Tabellennachbarn Osnabrück. Die Niederlage gegen Bayreuth sollte „ein Fingerzeig sein, dass wir über 90 Minuten marschieren müssen – so wie in den Spielen davor“, findet er. Da waren die Dresdner zwölf Mal in Folge ohne Niederlage geblieben – und das ohne ein Tor von Schäffler. „Es läuft momentan, wir spielen guten Fußball, gewinnen die Spiele“, erklärt er vor dem Duell gegen Bayreuth. „Es gibt aus meiner Sicht nur einen Punkt, der nicht passt: Ich würde gerne mehr spielen.“ Vielleicht bekommt er am Mittwoch im Sachsenpokal-Viertelfinale gegen den FSV Zwickau eine Chance.