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Ralf Minge arbeitet in neuer Dixie-Dörner-Stiftung mit

Eine bestehende Fußball-Stiftung bekommt den Namen der verstorbenen Dynamo-Legende Hans-Jürgen "Dixie" Dörner. In der gehört HFC-Sportchef Ralf Minge zum Vorstand.

Von Daniel Klein
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Über Jahrzehnte waren Ralf Minge (l.) und Dixie Dörner Weggefährten. Nun vertritt Minge die Familie Dörner in einer Stiftung.
Über Jahrzehnte waren Ralf Minge (l.) und Dixie Dörner Weggefährten. Nun vertritt Minge die Familie Dörner in einer Stiftung. © SZ/Robert Michael

Dresden. Nur noch die Zustimmung bei Dynamos Mitgliederversammlung fehlt. Das dürfte am Samstag jedoch reine Formsache sein. Wird die Satzung bestätigt, kann die Dixie-Dörner-Stiftung ihre Arbeit aufnehmen. Eine komplette Neugründung ist die nicht. Seit 2008 existiert bereits die Dresdner Fußballnachwuchs-Stiftung, deren Startkapital von 30.000 Euro vor allem aus dem Verkauf der Sitzschalen des abgerissenen, alten Rudolf-Harbig-Stadions stammte.

Diese Summe wurde seitdem kaum größer, die Stiftung trat selten in Erscheinung. Das änderte sich mit dem Tod der Vereinslegende Hans-Jürgen Dörner am 19. Januar. Mit Zustimmung der Angehörigen des Verstorbenen soll die Stiftung künftig seinen Namen tragen. Doch es ist nicht nur eine Umbenennung, wie Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Donnerstag betonte: „Wir möchten künftig das gesamte Engagement des Vereins darin bündeln und es erweitern und dazu beitragen, dass die Stiftung weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wird.“ Erste Pläne gibt es bereits wie ein Sommerfest für Familien im Harbig-Stadion, dessen Einnahmen in die Stiftung fließen sollen.

Das Konto ist bereits angewachsen. Die Erlöse des kurz nach Dörners Tod auf den Markt gebrachten Gedenk-T-Shirts wurden Dynamo gespendet, der Verein möchte den Betrag nun weiterreichen will. „Somit wären es dann 100.000 Euro“, so Wehlend, der dem Stiftungsrat als Vertreter des Drittligisten angehört. Die Summe soll jedoch schon bald wachsen – etwa durch Spenden oder Erbschaften. Ralf Minge vertritt in diesem Gremium die Familie Dörner. „Dass er das macht, dafür bin ich ihm sehr dankbar“, erklärte Dixis Lebensgefährtin Anett Haßpacher, die auch erzählte, dass Dynamos Ex-Spieler und -Geschäftsführer ihr in den schweren Stunden privat beigestanden habe. Minge ist derzeit Sportchef beim Halleschen FC, der Vertrag läuft am Saisonende aus. Über seine Rückkehr zu Dynamo – in welcher Funktion auch immer – wird schon länger spekuliert.

Der 62-Jährige betonte, dass Dörners Lebenswerk für ihn eine Verpflichtung und die soziale Komponente in der Stiftung wichtig sei. Unterstützt werden soll nicht nur der Nachwuchs von Dynamo, sondern der Fußball in der Region. Und auch der Breitensport. „Möglich wäre zum Beispiel, kranken Kindern einen Besuch im Stadion zu ermöglichen“, sagte Wehlend. Damit sind auch die Unterschiede zur Ulf-Kirsten-Stiftung beschrieben, der seit seinem Abschiedsspiel vor 19 Jahren mit einzelnen Aktionen Geld vor allem für die schwarz-gelben Talente sammelt.

Die große Serie von Saechsische.de über Dixie Dörner: