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Dynamo feiert Wintermeisterschaft - nicht

Schon vorm letzten Ligaspiel 2020 steht fest: Dynamo geht als Tabellenführer ins neue Jahr. Für den Trainer ist das nichts besonderes, er freut sich über anderes.

Leer Ränge und ein gut gefülltes Punktekonto: Als Tabellenführer verabschiedet sich Dynamo aus dem Jahr 2020. Trainer Markus Kauczinski sind andere Sachen wichtiger.
Leer Ränge und ein gut gefülltes Punktekonto: Als Tabellenführer verabschiedet sich Dynamo aus dem Jahr 2020. Trainer Markus Kauczinski sind andere Sachen wichtiger. © dpa/Robert Michael

Dresden. Egal, was am Wochenende passiert, Dynamo Dresden geht als Tabellenführer der 3. Liga ins neue Jahr. Vor dem letzten Punktspiel am Samstag bei Viktoria Köln, hier im Liveticker, haben die Dresdner fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Ingolstadt. Der hat zwar bislang eine Partie weniger ausgetragen, doch dieses Spiel wird nicht mehr im Kalenderjahr 2020 nachgeholt. Damit steht fest: Dynamo ist Wintermeister - und den Trainer interessiert das nicht. "Ich habe keine Gefühle dafür, keine Sentimentalität. Letzten Endes mussten wir absteigen, um jetzt Erster zu sein in der 3. Liga", sagt Markus Kauczinski.

Fakt aber ist: Erst einmal überhaupt in der Nachwendezeit hat sich Dynamo bislang als Spitzenreiter aus einem Jahr verabschiedet, 2015 war das, auch in der 3. Liga. Der Trainer hieß damals Uwe Neuhaus - und nicht mal ein halbes Jahr später ist Dynamo aufgestiegen.

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Gefeiert wird die Tabellenführung verbunden mit einer Erfolgsserie von zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage aber keineswegs, jedenfalls nicht vom Trainer und seinen Spielern. "Ich empfinde das nicht als etwas Besonderes, ich freue mich mehr über die Leistung der Mannschaft. Was wir während des Neuaufbaus seit Sommer bislang auf den Weg gebracht haben", sagt Kauczinski. Und noch etwas ist ihm wichtig: dass Dynamo nach dem schmerzvollen Abstieg "einiges zurückgeben konnte. Wir haben viel Unterstützung von den Fans und allen drumherum erhalten. Da freue ich mich mehr für die Leute".

Das Pokalspiel am Dienstag interessiert den Trainer nicht

Die Tabellenführung, das betonte der Trainer bereits am Dienstag nach dem 4:1-Sieg im Topspiel gegen den damaligen Drittplatzierten Verl, sei nicht mehr als eine Momentaufnahme. Was für Kauczinski jetzt allein zählt, ist die Partie am Samstag in Köln. Nicht mal das DFB-Pokalspiel drei Tage später gegen den Zweitligisten Darmstadt spielt da momentan eine Rolle.

Auch den Aspekt, dass Darmstadt aufgrund des coronabedingten Spielausfalls besser regenerieren kann, schiebt er beiseite. "Gar nicht", antwortete Kauczinski bei der Spieltagspressekonferenz auf die Frage, ob und wie sehr das die eigenen Personalplanungen beeinflusst. "Es gilt immer nur das nächste Spiel zu nehmen und die beste erste Elf zu finden, die es für den Tag gibt", erklärt der 50-Jährige.

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Welche das diesmal ist? Darüber entscheidet er frühestens nach dem Training am Freitag. Weitere Verletzte gebe es nicht, abgesehen mal von kleineren Blessuren. "Ich habe das Gefühl, dass alle heil aus dem Spiel gekommen sind", sagt der Trainer. Damit bleibt es bei den Langzeitverletzten Sebastian Mai, Marco Hartmann, Chris Löwe, Paul Will und Luka Stor - deren Ausfälle bislang erstaunlich gut kompensiert werden konnten. Auch darüber freut sich der Trainer, und vermutlich ist diese hohe individuelle Qualität im Kader einer der entscheidenden Gründe für die Tabellenführung.

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