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Dynamos Trainer gibt Entwarnung

Die Form stimmt mit drei Siegen in Folge, aber reicht die Kraft? Vor der Partie in Duisburg ist Markus Kauczinski hin- und hergerissen. Die Spieler entscheiden.

Die Maske sitzt, und auch die Form der Mannschaft stimmt. Beides nicht ganz unwesentlich für einen Fußballtrainer in diesen Tagen. Markus Kauczinski ist jedenfalls sehr zufrieden.
Die Maske sitzt, und auch die Form der Mannschaft stimmt. Beides nicht ganz unwesentlich für einen Fußballtrainer in diesen Tagen. Markus Kauczinski ist jedenfalls sehr zufrieden. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Als der Trainer ansetzt und die Namen der Spieler nennen soll, die Dynamo Dresden am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg fehlen, klingt das zunächst nach einer längeren Aufzählung. "Wir haben einige Spieler mit kleineren Blessuren", sagt Kauczinski. Dann kommt die Einschränkung: "Aber das ist ganz normal nach zwei Spielen mit wenig Zeit dazwischen", erklärt er, um schließlich mit der guten Nachricht zu enden: "Sieht so aus, dass wir alle auf den Punkt hinkriegen."

Der Punkt, das ist Sonntag, 13 Uhr, die Partie beim Tabellen-18. Duisburg (hier im Liveticker), der in dieser Saison erst zwei Spiele gewinnen konnte. Für Kauczinski ist das jedoch kein Argument, das automatisch auf die Fortsetzung von Dynamos Erfolgsserie mit zuletzt drei Siegen hintereinander schließen lässt. "Duisburg hat eine individuelle Qualität, da darf man sich nicht täuschen lassen. Uns erwartet eine harte Aufgabe wie in jedem anderen Spiel auch", erklärt der Trainer.

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Tabellenstände, ergänzt er, seien gerade in dieser Saisonphase nicht immer so aussagefähig. Es dürfe kein Nachlassen, kein Zurücklehen, kein Das-wird-schon geben. Entwarnung gibt es diesbezüglich von Mittelfeldspieler Paul Will. "Die Gefahr ist relativ gering, dass wir Duisburg unterschätzen. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Wir haben ein ganz großes Ziel, und da sind wir noch ein ganzes Stück weg", betont der Neuzugang, der im Sommer vom FC Bayern München II kam. Jener Mannschaft, die in der Vorsaison den ersten Platz in der 3. Liga belegte.

Hartmann entscheidet, ob er in Duisburg spielt

Dynamo ist jetzt Tabellendritter - und das für alle Beteiligten nicht mehr als eine Momentaufnahme, für das Zusammenwachsen der neuen Mannschaft allerdings nicht ganz unwesentlich. Stichwort "großes Ziel", von dem Will sprach und natürlich den Aufstieg meinte.

Kauczinski hat indes weiter vorrangig die Entwicklung und das Zusammenwachsen der Mannschaft im Blick, was gemessen an der Qualität des Kaders am Ende auf nichts anderes als den Aufstieg hinausläuft. Noch aber ist dafür reichlich tu tun. "In der Tabelle stehen Mannschaften üben uns. Schon das zeigt, dass wir Luft nach oben haben. An vorderster Front steht, dass wir den zuletzt gezeigten Einsatz und das Herz beibehalten, und da sind wir auf einem guten Weg", sagt der 50-Jährige.

Und die kleineren Blessuren? Betreffen vor allem den zuletzt herausragenden Abwehrchef Marco Hartmann und seinen Nebenmann Tim Knipping. Für einen von beiden könnte U19-Nationalspieler Kevin Ehlers in die Startformation rücken. "Die letzte Entscheidung liegt immer auch beim Spieler, sofern ich ihn auf dem Platz haben will", verdeutlicht Kauczinski, was bei den beiden Genannten aber außer Frage steht.

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Darüber hinaus ist der Trainer generell hin- und hergerissen, ob er die eingespielte Formation angesichts der intensiven Woche mit erfolgreichen wie kraftraubenden Spielen in Rostock (3:1) und gegen Unterhaching (2:0) verändert: "Da bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht ganz schlüssig, es wird wohl eine Gefühlsentscheidung."

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