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Die Dynamo-Relegation zum Nachlesen

Dynamo Dresden steigt in die 3. Liga ab. Im Stadion eskaliert die Lage - davor bleibt es aber weitgehend ruhig. Der Liveticker vom Relegationsabend zum Nachlesen.

Von Maximilian Helm & Tino Meyer & Oscar Jandura
 15 Min.
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Nach dem Spiel verlassen Dynamo-Fans enttäuscht aber friedlich das Stadion.
Nach dem Spiel verlassen Dynamo-Fans enttäuscht aber friedlich das Stadion. © Matthias Rietschel

Dresden. Mit der 19. Niederlage in Serie steigt Dynamo Dresden aus der 2. Bundesliga ab. Als der 1. FC Kaiserslautern in der Nachspielzeit das 0:2 schießt, eskalieren die Dresdner Fans und schießen Raketen und Böller auf den Rasen. Die Partie wird für mehrere Minuten unterbrochen, danach lässt Schiedsrichter Daniel Siebert die Nachspielzeit spielen.

Dynamo Dresden verabschiedet sich mit einem sportlich engagierten, aber ineffektiven Auftritt aus der 2. Bundesliga. Die Ausschreitungen aus dem Zuschauer-Raum überschatten jedoch die Ergebnisse auf dem Platz.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Dynamo Dresden verliert 0:2 gegen Kaiserslautern und steigt in die 3. Liga ab - Die Spielanalyse
  • Kommentar: Dynamo braucht jetzt einen Neuanfang - und einen neuen Trainer
  • Vor dem Stadion bleibt die Lage ruhig
  • Die Polizei ist mit mehr als 1.000 Beamten im Großeinsatz
  • Rund 30 Personen versuchen sich Zugang zum Kabinentrakt zu verschaffen
  • Dynamo-Trainer Capretti äußert sich nicht zu seiner Zukunft

23.45 Uhr: Damit beenden wir unsere Live-Berichterstattung für heute. Vielen Dank fürs Mitlesen.

23.41 Uhr: Augenzeugen berichten unseren Reportern, dass rund 30 Personen nach dem Spiel versucht hätten, in den Kabinentrakt vorzudringen. Sie wurden vom Sicherheitsdienst zurückgedrängt, es gab mindestens zwei Verletzte.

23.20 Uhr: Das Dynamo-Stadion ist inzwischen so gut wie leer, auch auf der Straße davor ist die Lage weitgehend ruhig. In den Katakomben beginnt nun die Pressekonferenz mit den beiden Trainern. Aussagen zur Zukunft von Dynamo-Trainer Capretti werden vermieden.

23.14 Uhr: In Kaiserslautern hatte der Verein Fans zum gemeinsamen Public Viewing eingeladen. Gut 7.500 Anhänger hatten sich angeschlossen - und feiern den Aufstieg ihrer Mannschaft ausgelassen. Etwa sechseinhalb Stunden dauert die Busreise der Mannschaft von Dresden nach Hause.

23.10 Uhr: Bei Sat1 äußert sich Dynamo-Trainer Guerino Capretti nach dem Abstieg. "Wir haben es nicht geschafft, das Ding über die Linie zu bringen", kritisiert der Trainer die Chancenverwertung seiner Mannschaft. Die ganze Mannschaft sei extrem enttäuscht.

22.56 Uhr: Vor dem Dynamo-Stadion ist die Lage weiterhin relativ ruhig, es überwiegt die Enttäuschung bei den Dresdner Fans. Kein Vergleich mit den Krawallen beim Aufstiegsspiel am 16. Mai des vergangenen Jahres.

22.48 Uhr: Während die Mannschaft aus Kaiserslautern geschützt von Sicherheitskräften mit ihren Anhängern feiert, hat sich die Dynamo-Mannschaft in die Katakomben des Harbig-Stadions zurückgezogen. Laut Sat1-Informationen ist jedoch geplant, dass die Mannschaft doch nochmal den Weg zu den eigenen Fans antritt. Das soll demnach vor allem eine deeskalierende Wirkung haben. Im K-Block steigt Rauch auf - von verbrannten Gegenständen.

22.45 Uhr: Nach dem Abstieg Dynamo Dresdens aus der 2. Fußball-Bundesliga ist die Stimmung im Stadion gespalten. Die Anhänger des FC. Kaiserslautern feiern ihre Mannschaft, die Dynamo-Anhänger verlassen das Stadion. Vor dem Stadion wird vereinzelt Pyrotechnik gezündet.

Das Spiel zum Nachlesen:

Abpfiff, 22.33 Uhr: Nach über 100 Minuten Gesamtspielzeit pfeift Schiedsricher Daniel Siebert die Partie ab. Der 1. FC Kaiserslautern lässt sich feiern und steigt in die 2. Bundesliga auf. Währenddessen muss Dynamo Dresden nach einem Jahr den Gang in die 3. Liga antreten. Die Mannschaft verlässt mit dem Abpfiff direkt das in Richtung der Kabinen, viele Spieler haben Tränen in den Augen, nur Kevin Broll bleibt weinend auf der Ersatzbank sitzen.

90.+10 Minute: Während Kenny Redondo einen Schuss auf das Dresdner Tor setzt, fliegt eine weitere Rakete in Richtung des Dresdner Strafraums. Die Partie läuft weiter.

90.+9 Minute: Das Spiel wird wieder angepfiffen, beide Mannschafen werden lautstark ausgepfiffen.

90.+8 Minute: Schiedsrichter Daniel Siebert will das Spiel fortsetzen, auf dem Rasen liegen jedoch noch Feuerwerkskörper. Alle Spieler stehen weiterhin fassungslos auf dem Rasen.

90.+6 Minute: Im K-Block brennt es. Die Spieler stehen frustriert auf dem Feld, das Spiel kann momentan nicht fortgesetzt werden.

90.+3 Minute: Die Fans pfeifen die Mannschaf aus, Dynamo-Spieler stehen mit Tränen in den Augen auf dem Feld. Das Spiel ist unterbrochen, das Stadion komplett in Nebel gehüllt.

90.+2 Minute: Der 1. FC Kaiserslautern schießt das 0:2. Ein Pass von Stehde auf Hercher im Strafraum wird eiskalt verwandelt - nun fliegen lauter Raketen aus dem Dresdner Block auf den Rasen. Das Spiel ist unterbrochen.

90.+1 Minute: Fünf Minuten Nachspielzeit gibt es im Rudolf-Harbig-Stadion.

89. Minute: Nun steht auch Tim Knipping bei Dynamo in der Offensive - doch die Bälle der Dresdner kommen nicht in die Nähe des Tors von Kaiserslautern, die letzte Minute der regulären Spielzeit läuft.

87. Minute: Dynamo probiert momentan alles, um das Tor zum Ausgleich zu schießen, die Kopfbälle von Christoph Daferner verfehlen nur das Ziel.

86. Minute: Direkt danach steht Panagiotis Vlachodimos direkt vor Gäste-Keeper Raab, der mit einem starken Reflex den Sieg für sein Team festhält.

85. Minute: Erneut muss Kevin Broll gegen Daniel Hanslik parieren,d er ungestört im Dresdner Strafraum abschließt.

83. Minute: Terrence Boyd hat für Kaiserslautern die große Chance auf die Vorentscheidung für den Dresdner Abstieg, vor nahezu freiem Tor verschießt er aus fünf Metern. Daraufhin sieht Michael Sollbauer die Gelbe Karte.

80. Minute: Guerino Capretti bringt einen weiteren Offensiven ins Spiel: Vaclav Drchal ersetzt Verteidiger Robin Becker.

78. Minute: Erneut hat Ransford-Yeboah Königsdörffer für Dynamo eine Großchance auf den Ausgleich - diesmal kommt er nach einer Ecke als erster Spieler an den Ball, Raab kann erneut im letzten Moment parieren.

Die Dynamo-Fans treiben ihre Mannschaft an, kurz vor Schluss liegen die Dresdner dennoch hinten. Daran ändert auch das massive Zünden von Pyrotechnik wenig.
Die Dynamo-Fans treiben ihre Mannschaft an, kurz vor Schluss liegen die Dresdner dennoch hinten. Daran ändert auch das massive Zünden von Pyrotechnik wenig. © dpa/Robert Michael

75. Minute: Oliver Batista Meier sieht die Gelbe Karte. 15 Minuten vor Schluss führen weiterhin die Kaiserslauterner, Dresden benötigt ein Tor, um sich in die Verlängerung zu retten.

72. Minute: Oliver Batista Meier hat die nächste Großchance für Dynamo - und leitet direkt die nächste ein. Erst wird ein direkter Freistoß von ihm nur knapp übers Tor geklärt, sein Eckball landet auf dem Kopf von Tim Knipping, diesen hält Raab erneut souverän.

68. Minute: Kurz nach seiner Einwechslung versucht sich der Ex-Kaiserslauterner Borello an einem Distanzschuss, der Ball geht deutlich über das Tor.

67. Minute: Brandon Borello ersetzt den verletzten Patrick Weihrauch, es ist der zweite Spieler, der in dieser Partie mit Schmerzen ausgewechselt werden muss.

66. Minute: Patrick Weihrauch muss humpelnd das Feld verlassen, wird an der Seitenlinie behandelt.

Chris Löwe spielt eine Flanke aus der eigenen Hälfte. Der Außenverteidiger ist bereits 2020 mit Dynamo abgestiegen, nach momentanem Spielstand droht ihm erneut dieses Schicksal.
Chris Löwe spielt eine Flanke aus der eigenen Hälfte. Der Außenverteidiger ist bereits 2020 mit Dynamo abgestiegen, nach momentanem Spielstand droht ihm erneut dieses Schicksal. © dpa/Robert Michael

63. Minute: Nun steht Dynamo unter Druck - und kommt zur ersten Torchance in der zweiten Halbzeit. Kade und Daferner kommen im gegnerischen Strafraum zum Abschluss, Gäste-Keeper Raab und seine Abwehr kommen jedoch stets entscheidend dazwischen. Ein Kontertor von Terrence Boyd verhindert die Dresdner Abwehr erst kurz vor dem eigenen Strafraum.

59. Minute: Der 1. FC Kaiserslautern geht mit 0:1 in Führung. Daniel Hanslik trifft nach einem Konter, eine sehenswerte Pass-Stafette der Gäste endet in einem flachen Abschluss vom Stürmer, Kevin Broll kann den Ball nicht mehr parieren. Die Gäste-Fans feiern lautstark, nach jetzigem Stand ist Dynamo Dresden abgestiegen.

58. Minute: Kevin Broll verhindert mit einer Glanzparade den Rückstand. Nach einem Kopfball von Terrence Boyd bei einer Ecke hechtet der Keeper in die linke, untere Ecke und rettet den Ball mit einem erstaunlichen Reflex. Zuvor war Michael Sollbauer im Kopfballduell gegen Kaiserslauterns Top-Stürmer zu spät.

56. Minute: Marlon Ritter hat für den 1. FC Kaiserslautern die erste Chance der zweiten Halbzeit, ein Abschluss von ihm wird abgefälscht und geht nur knapp über das Tor von Kevin Broll.

49. Minute: Beinahe kommt Philipp Hercher vor Kevin Broll zum Abschluss, nachdem Michael Sollbauer einen hohen Ball in den Strafraum falsch einschätzt. Dresdens Keeper kann in letzter Sekunde retten.

In der zweiten Hälfte benötigen die Dresdner um Patrick Weihrauch und Ransford-Yeboah Königsdörffer mehr Versuche, bis sie vor das gegnerische Tor kommen.
In der zweiten Hälfte benötigen die Dresdner um Patrick Weihrauch und Ransford-Yeboah Königsdörffer mehr Versuche, bis sie vor das gegnerische Tor kommen. © Jan Huebner

46. Minute: Nun hat der 1. FC Kaiserslautern den Anstoß zur zweiten Halbzeit ausgeführt. Dynamo hat zur Halbzeit gewechselt. Panagiotis Vlachodimos kommt für Agyemang Diawusie aufs Feld.

Mutiger Auftakt der Dresdner

Halbzeit: Dynamo braucht einen Sieg für den Klassenerhalt - und das merkt man der Mannschaft an. Vor der Pause haben die Dresdner mehr Chancen als die Gegner aus Kaiserslautern, überzeugen durch Zweikampfstärke und Tempo in der Offensive. Für ein Tor fehlt momentan die Präzision im Abschluss.

Mit seinen Dribblings stellt Ransford-Yeboah Königsdörffer die Kaiserslauterner Abwehr häufig vor Probleme, für ein Tor fehlt dem Talent in diesem Spiel jedoch die Durchschlagskraft im Abschluss.
Mit seinen Dribblings stellt Ransford-Yeboah Königsdörffer die Kaiserslauterner Abwehr häufig vor Probleme, für ein Tor fehlt dem Talent in diesem Spiel jedoch die Durchschlagskraft im Abschluss. © Picture Point / Gabor Krieg

Yannick Stark verletzt sich früh am Sprunggelenk

45.+2 Minute: Eine Direktabnahme von Sollbauer nach einem Freistoß von Oliver Batista Meier misslingt, es ist die letzte Chance der ersten Halbzeit.

45. Minute: Erneut fällt Königsdörffer im Strafraum positiv auf - hat die nächste Großchance für Dynamo. Nach einem Dribbling vom Flügel ins Zentrum schießt er in die kurze Ecke, der Ball geht gegen das Außennetz.

42. Minute: Ransford-Yeboah Königsdörffer bekommt von den Fans Szenenapplaus für seine Dribblings durch die Kaiserslauterner Abwehr. An zahlreichen Finten versucht sich der Flügelstürmer, kam bisher jedoch nur ein Mal zum Abschluss.

39. Minute: Robin Becker zieht am Trikot von Mike Wunderlich, sieht dafür die erste Gelbe Karte der Partie.

38. Minute: Beide Teams spielen nun ähnlich vorsichtig wie im Hinspiel. Nur selten trauen sich die Spieler vor das Tor der Gäste, viel mehr kommt es zu energischen Zweikämpfen im Mittelfeld.

29. Minute: Dresdens notenbester Spieler im Hinspiel - Yannick Stark - muss ausgewechselt werden. Für ihn rückt der offensivere Oliver Batista Meier auf den Platz.

Muss unter Tränen ausgewechselt werden: Dynamos Ex-Kapitän Yannick Stark hat sich am Sprunggelenk verletzt.
Muss unter Tränen ausgewechselt werden: Dynamos Ex-Kapitän Yannick Stark hat sich am Sprunggelenk verletzt. © Jan Huebner

28. Minute: Im Rückwärtsgang knickt Yannick Stark erneut um, hält sich wieder mit Schmerzen den Knöchel. Einen klassischen Sechser hat Capretti nicht mehr auf der Bank. Zu einem ähnlichen Zeitpunkt musste Stark im Hinspiel Paul Will ersetzen, der mit einer Gehirnerschütterung ausfiel. Er muss wohl ausgewechselt werden.

26. Minute: Ein Abschluss von Philipp Hercher wird abgeblockt, während Yannick Stark weiterhin behandelt wird. Nach dieser Aktion betritt er wieder den Rasen, scheint dennoch Schmerzen am Knöchel zu haben.

23. Minute: Robin Becker bleibt nach einem Zweikampf mit Terrence Boyd mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, hat Probleme mit den Augen. Zeitgleich beklagt sich Yannick Stark über Schmerzen am Fuß, wird barfuß mit Tape behandelt. Die Fanlager nutzen die Zwangspause für erneutes Zünden von Pyrotechnik.

18. Minute: Kevin Broll entschärft einen abgefälschten Schuss von Mike Wunderlich, der Ball aus der Distanz kommt gefährlich auf sein Tor.

15. Minute: Mit einem akrobatischen Volley nach einer Flanke versucht sich Terrence Boyd an einem Abschluss im Dresdner Strafraum, der Ball geht mit viel Tempo nur knapp neben das Tor.

14. Minute: Ransford-Yeboah Königsdörffer nutzt sein Tempo und zieht vom linken Flügel in Richtung Strafraum, dribbelt zwei Verteidiger der Kaiserslauterner aus, sein Abschluss danach ist jedoch zu schwach.

11. Minute: Nun hat der 1. FC Kaiserslautern die erste eigene Chance der Partie. Terrence Boyd kommt im Dresdner Strafraum gleich zwei Mal zum Abschluss, Robin Becker rettet mit einer Grätsche seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand.

Ein Feuerwerk auf dem Platz hat sich Dynamo-Coach Capretti vor dem Spiel erhofft. Auf den Rängen gab es davon genug, beide Mannschaften liefern sich ebenfalls ein leidenschaftliches Duell.
Ein Feuerwerk auf dem Platz hat sich Dynamo-Coach Capretti vor dem Spiel erhofft. Auf den Rängen gab es davon genug, beide Mannschaften liefern sich ebenfalls ein leidenschaftliches Duell. © Jan Huebner

9. Minute: Dynamos Top-Stürmer Daferner kommt erneut zum Abschluss, diesmal setzt er einen Kopfball über das Tor von Kaiserslautern, den Freistoß davor hat Patrick Weihrauch getreten.

4. Minute: Christoph Daferner hat die erste Großchance für Dynamo Dresden. Nach einem Fehlpass der Kaiserslauterner schießt er aus zentraler Position auf das Tor von Gäste-Keeper Raab, der Ball verfehlt das Tor nur um Zentimeter.

3. Minute: Auffällig sind in den ersten Minuten hauptsächlich die Fans. Auf beiden Seiten wird viel Pyrotechnk gezündet, während die Mannschaften sich auf dem Platz noch nicht vor das gegnerische Tor trauen. Dynamo spiegelt die Formation der Kaiserslauterner, spielt im Gegensatz zum Hinspiel mit einer Vierer- statt einer Dreierkette in der Defensive.

1. Minute: Mit zwei Minuten Verspätung pfeift Daniel Siebert das Spiel an. Christoph Daferner hat für Dynamo den Anstoß ausgeführt.

Was vor dem Spiel in Dresden passiert

20.30 Uhr: Pyrotechnik und Böller im Stadion

Während die Dresdner Fans Pyrotechnik im Stadion zünden, fliegt aus dem Gäste-Block eine Rakete in Richtung weiterer Fans, Böller werden gezündet und es nebelt im Stadion.

Vor der Partie feuern Kaiserslauterner Fans eine Rakete in einen Dresdner Fanblock, das Spiel wird auch deswegen verspätet angepfiffen.
Vor der Partie feuern Kaiserslauterner Fans eine Rakete in einen Dresdner Fanblock, das Spiel wird auch deswegen verspätet angepfiffen. © dpa/Robert Michael

20.26 Uhr: Die Atmosphäre im Stadion

Die Gäste-Fans aus Kaiserslautern breiten eine Choreographie im eigenen Block aus, während der Rest des Stadions die Dresdner Vereinshymne singt und ein großes Banner über den K-Block-ausbreitet. Die Mannschaften werden in Kürze einlaufen, Dynamo wird von Tim Knipping als Kapitän angeführt.

Die Choreografie der Dynamo-Ultras vor der Partie. Auf beiden Seiten wurde Pyrotechnik gezündet.
Die Choreografie der Dynamo-Ultras vor der Partie. Auf beiden Seiten wurde Pyrotechnik gezündet. © Jan Huebner

20.20 Uhr: Der Ex-Kapitän äußert sich zum Spiel und seiner Zukunft

Sebastian Mai ist sich sicher: "Es gibt keinen geileren Zeitpunkt als jetzt, um einen Sieg zu holen." Vor der Partie hat der Verteidiger, der verletzungsbedingt ausfällt, sich bei den Kollegen von Sky auch zu seiner Situation in Dresden geäußert. "Ich will hier bleiben – egal in welcher Liga." Zu Gesprächen sei es laut Mai noch nicht gekommen, sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

20.10 Uhr: Unklarheit in der Dynamo-Startelf

Mit dem Wechsel von Guram Giorbelidze zu Robin Becker in der Dresdner Startelf wirft der Dresdner Trainer Fragen auf: Spielt sein Team mit einer Vierer- oder Dreierkette in der Abwehr? Guerino Capretti will die Antwort vor dem Spiel aber nicht verraten: "Da können Sie sich gleich ein Bild von machen", so der Trainer, dessen Zukunft auch von dem Ergebnis dieser Partie abhängt.

Anspannung und Vorfreude: In Gelb gekleidet stehen Dynamo-Fans schon Stunden vor dem Anpfiff am Rudolf-Harbig-Stadion.
Anspannung und Vorfreude: In Gelb gekleidet stehen Dynamo-Fans schon Stunden vor dem Anpfiff am Rudolf-Harbig-Stadion. © René Meinig

20.03 Uhr: Sportchef und Trainer äußern sich zum Spiel

Mit der Relegation endet für Dynamo heute die Saison 2021/22 - unabhängig vom Ergebnis. Sportdirektor Ralf Becker nennt dieses Spieljahr eine "schwere Geburt", ist aber vom Auftreten der Mannschaft überzeugt. Coach Guerino Capretti spricht am Mikrofon von Sky über das Team: "Die Jungs sind heiß und fokussiert. Es ist ein gesunder Mix aus Anspannung und Lockerheit in der Mannschaft", so der Trainer.

19.51 Uhr: Sicherheitsvorkehrungen der Polizei

Über dem Stadion kreist jetzt zwar ein Polizeihubschrauber, die Atmosphäre bei der Anreise aber ist unverändert friedlich.

Alle in Gelb: Unter diesem Motto besucht die aktive Fanszene die Relegations-Partien. Der K-Block füllt sich.
Alle in Gelb: Unter diesem Motto besucht die aktive Fanszene die Relegations-Partien. Der K-Block füllt sich. © dpa/Robert Michael

19.33 Uhr: Wen kann Dynamo einwechseln?

Sollte nach 90 Minuten und einer Verlängerung noch kein Sieger feststehen, würde die Partie ins Elfmeterschießen gehen. Potentielle Schützen hat Dynamo dafür auch auf der Bank. Mit Panagiotis Vlachodimos, Brandon Borello, Vaclav Drchal, Brandon Borello und Oliver Batista Meier stehen gleich fünf Offensivspieler in der Reserve. Außerdem auf der Ersatzbank: Keeper Anton Mitryushkin, Guram Giorbelidze, Morris Schröter, Justin Löwe und Kevin Ehlers.

Schon Stunden vor Anpfiff standen die Fans Schlange, um ins Rudolf-Harbig-Stadion zu kommen. Nun füllt sich die Arena, Spieler und Fans bereiten sich auf die Partie vor.
Schon Stunden vor Anpfiff standen die Fans Schlange, um ins Rudolf-Harbig-Stadion zu kommen. Nun füllt sich die Arena, Spieler und Fans bereiten sich auf die Partie vor. ©  dpa/Robert Michael

19.25 Uhr: Der Trainer gibt die Aufstellung bekannt

Dynamo Dresden hat die Aufstellung für das Relegations-Rückspiel veröffentlicht. Coach Guerino Capretti wechselt im Vergleich zum Hinspiel auf drei Positionen: Verletzt fallen Paul Will und Michael Akoto aus, zudem sitzt Guram Giorbelidze nur auf der Ersatzbank. In der Startelf stehen dafür Julius Kade, Ex-Kapitän Yannick Stark und Robin Becker.

Die gesamte Dynamo-Aufstellung im Überblick: Kevin Broll - Michael Sollbauer, Tim Knipping, Chris Löwe - Yannick Stark, Julius Kade - Agyemang Diawusie, Patrick Weihrauch, Robin Becker - Ransford-Yeboah Königsdörffer, Christoph Daferner.

19.20 Uhr: Einstimmen und Einsingen

Während die Dynamo-Mannschaft zur Platzbegehung den Rasen betritt, füllt sich der K-Block, wo sich die aktive Fanszene versammelt.

19.16 Uhr: Ministerpräsident Kretschmer ist im Stadion

Das Relegations-Rückspiel sehen sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert live im Rudolf-Harbig-Stadion an. Auch einige ehemalige Dynamo-Spieler wie die Ehrenspielführer Klaus Sammer und Ulf Kirsten sowie die früheren Publikumslieblinge Toni Leistner, Benny Kirsten und Stefan Kutschke sind im Publikum.

19.04 Uhr: Die Mannschaften treffen im Stadion ein

Der Mannschaftsbus der Gäste aus Kaiserslautern erreicht um 18.53 Uhr das Stadion, Dynamo kommt elf Minuten später. Der Empfang der Dresdner fällt spärlich aus - zwei, drei kurze Rufe, mehr nicht. Nun sind beide Teams im Rudolf-Harbig-Stadion und bereiten sich auf die Partie vor.

19.01 Uhr: Wie die Stadt sich auf das Spiel vorbereitet

Herzlich willkommen beim Liveticker zum Rückspiel der Relegation zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Kaiserslautern. Nach dem 0:0-Unentschieden im Hinspiel ist die Rechnung einfach: Wer heute gewinnt, spielt in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Auch die Polizei hat sich auf die brisante Partie vorbereitet - über die Königsbrücker Straße sind soeben zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer gerollt. Mehr als 1.000 Beamte sind im Einsatz, die Partie ist als Hochrisikospiel eingestuft.

Mehr zum Hintergründe zum Spiel lesen Sie hier:

Dass Dynamo Relegation kann, haben die Schwarz-Gelben bereits dreimal bewiesen. 2002 setzten sie sich gegen Hertha BSC II durch und stiegen in die Regionalliga auf. 2011 hieß der Gegner VfL Osnabrück. Auch diesen Vergleich gewannen die Dresdner, stiegen damals in die zweite Liga auf. Zwei Jahre später wurde gegen die Niedersachsen die Klasse gehalten.

Für einen erneuten Ligaverbleib im allerletzten Moment spricht die Tatsache, diesmal vor heimischem Publikum zu spielen. Das Stadion wird mit rund 32.000, davon rund 3.000 aus Kaiserslautern, restlos ausverkauft sein. Und auch individuelle Klasse sowie Erfahrung hat Dynamo deutlich mehr als die Gäste, dies als Drittliga-Dritter sich für diese Relegation qualifiziert haben.

Trainer Guerino Capretti kennt die Situation: Im Sommer 2020 trat er in Diensten des SC Verl mit seinem Verein im Aufstiegsduell zur 3. Liga gegen Lok Leipzig an - und gewann. Gut zwei Jahre später will Capretti diese zwei zusätzlichen Spiele nicht als Last, sondern als Chance begriffen wissen. "Wir können eine unter dem Strich enttäuschende Rückrunde urplötzlich in einen guten, stimmungsvollen Saisonausgang verwandeln", erklärt der 40-Jährige.

Sollte es Dynamo nicht gelingen, die seit nunmehr 18 Spielen anhaltende Sieglos-Serie in 90 oder 120 Minuten zu durchbrechen, stünde mit Torwart Kevin Broll ein ausgewiesener Elfmeter-Experte zur Verfügung. Seit dem 16. Dezember 2016 in der 2. sowie 3. Liga als auch im DFB Pokal wurden insgesamt 29 Strafstöße gegen die jeweiligen Mannschaften des Schlussmannes gepfiffen. Beachtliche zwölfmal ging Broll siegreich aus dem Duell Stürmer gegen Torwart hervor. "Wenn es ins Elfmeterschießen geht, hat "Brollo" eine spezielle Fähigkeit, die uns definitiv weiterhelfen werden", betont Capretti.

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Personell spricht viel dafür, dass Dynamo einmal mehr auf die mittlerweile eingespielte Formation setzt, die sich im Hinspiel jedoch zumindest eine Halbzeit lang sehr schwer getan hat. Offen ist, ob die defensiven Mittelfeldspieler Paul Will (Gehirnerschütterung) und Michael Akoto (Fußverletzung) nach ihren Blessuren aus dem Hinspiel schon wieder fit sind. Als Ersatz steht Ex-Kapitän Yannick Stark parat, der in Kaiserslautern für Will eingewechselt wurde und eine überzeugende Leistung zeigte.

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