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Dynamo gewinnt umkämpften „Elb-Clásico“

In einem ausgeglichen Spiel feiert Dresden einen knappen Sieg und bleibt damit weiterhin an der Tabellenspitze. Der Liveticker zum Nachlesen.

Heinz Mörschel jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Es war das entscheidende Tor im Ost-Klassiker gegen Magdeburg.
Heinz Mörschel jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Es war das entscheidende Tor im Ost-Klassiker gegen Magdeburg. © Eibner-Pressefoto

Magdeburg/Dresden. Das Spiel zwischen Magdeburg und Dresden weckte besonders bei den älteren Fußballfans Erinnerungen an DDR-Spitzenfußball. 69-mal standen sich die beiden Vereine in einem Pflichtspiel gegenüber. 33-mal ging Dynamo als Sieger vom Platz, 19-mal gewann der 1. FCM und 17-mal teilten sie sich die Punkte. Viele dieser Duelle fanden in der DDR-Oberliga statt. Beide Vereine haben in den 1970er-Jahren die Meisterschaft im Osten unter sich ausgemacht: Fünfmal gewann Dresden, dreimal der 1. FCM den Titel. Heute finden sich beide in der 3. Liga wieder. Das 70. Aufeinandertreffen konnte Dynamo durch einen knappen 1:0-Sieg für sich entscheiden. Torschütze war Dynamos Winter-Neuzugang Heinz Mörschel. Der Liveticker zum Nachlesen:

Abpfiff: Schiedsrichter Florian Heft pfeift die Partie nach drei Minuten Nachspielzeit ab. Dynamo gewinnt durch den Treffer von Neuzugang Heinz Mörschel 1:0. Für Ex-Dynamo Thomas Hoßmang könnte diese Niederlage das letzte Spiel als Magdeburg Trainer gewesen sein. Seine Mannschaft ist nun Vorletzter, während Dynamo nach wie vor von der Tabellenspitze grüßt.

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90. Minute: Dynamo wechselt zum dritten Mal. Julius Kade verlässt das Spielfeld. Maximilian Große ist der neue Mann bei Dynamo. Er soll mithelfen, die knappe Führung über die Zeit zu bringen.

85. Minute: Fünf Minuten sind es noch. Magdeburg ist jetzt am Drücker, setzt sich mehrmals am Strafraum der Dresdner fest. Doch bisher kann Dynamo die Angriffe der Blau-Weißen verteidigen. Die Konter spielen sie nicht gut aus. Luka Stor trifft zweimal die falsche Entscheidung und verliert den Ball.

Heinz Mörschel drückt den Ball über die Linie und trifft zum 1:0 gegen Magdeburgs Torhüter Morten Behrens.
Heinz Mörschel drückt den Ball über die Linie und trifft zum 1:0 gegen Magdeburgs Torhüter Morten Behrens. © PICTURE POINT

82. Minute: Dynamo wechselt zum zweiten Mal. Luka Stor feiert sein Comeback. Er kommt für Christoph Daferner ins Spiel.

74. Minute: Wenn es aus dem Spiel nicht klappt, dann nach einem Standard. Tim Knipping löffelt den Ball einfach in den Strafraum, Magdeburg bekommt den Ball nicht weg. Plötzlich steht Heinz Mörschel frei vor Morten Behrens und spitzelt den Ball vorbei am FCM-Schlussmann ins Tor. Dynamo führt 1:0.

70. Minute: Dynamo ist sehr ungenau im Aufbauspiel. Oft verspringt der Ball auf schwierigen Platzverhältnissen, aber das wussten die Dresdner bereits vor dem Anstoß. Deswegen muss man sich etwas anderes einfallen lassen, als zu versuchen, ein Kurzpasspiel aufzuziehen.

65. Minute: 20 Minuten sind im zweiten Durchgang gespielt. Wirklich etwas passiert ist nichts. Weiterhin steht es 0:0. Da kann man in aller Ruhe einen Schluck vom seinem Nachmittagskaffee nehmen und die bekannte Fußballfloskel bedienen: „Ein Tor würde dem Spiel jetzt gut tun.“

Das Spiel ist umkämpft: Magdeburgs Alexander Bittrof gewinnt den Zweikampf gegen Dynamos Christoph Daferner.
Das Spiel ist umkämpft: Magdeburgs Alexander Bittrof gewinnt den Zweikampf gegen Dynamos Christoph Daferner. © Eibner-Pressefoto

63. Minute: Ransford-Yeboah Königsdörffer erhält für ein dämliches Foul im Mittelfeld seine fünte Gelbe Karte. Damit fehlt der 19-Jährige Dynamo im nächsten Spiel am Mittwoch gegen Wiesbaden.

59. Minute: Markus Kauczinski wechselt zum ersten Mal. Pascal Sohm kommt für Philipp Hosiner in die Begegnung. Damit möchte Dynamos Trainer wahrscheinlich etwas mehr körperliche Präsenz in der Sturmmitte haben.

55. Minute: Das Spiel ausgeglichen. Das zeigt auch der Blick auf die Statistik. Beide Mannschaften haben jeweils 50 Prozent Ballbesitz, auch jeweils 50 Prozent ihrer Zweikämpfe haben beide gewonnen.

Tim Knipping gewinnt das Kopfballduell gegen Magdeburgs Saliou Sane. Noch steht es 0:0.
Tim Knipping gewinnt das Kopfballduell gegen Magdeburgs Saliou Sane. Noch steht es 0:0. © Eibner-Pressefoto

50. Minute: Auch in Halbzeit zwei hat Magdeburg die erste Möglichkeit. Wieder ist es Sirlord Conteh. An der Strafraumkante versucht er den Ball mit der Innenseite flach ins Eck zu zirkeln. Kevin Broll ist aber rechtzeitig im Eck und hält den Ball sicher.

46. Minute: Die Mannschaften sind zurück auf dem Platz und Schiedsrichter Florian Heft pfeift zur zweiten Hälfte an. Beide Trainer werden vorerst keine Wechsel vornehmen.

Pause: Dynamo etwas besser, aber nicht zwingend genug

Halbzeit: Zur Pause steht es 0:0. Zwei große Möglichkeiten gab es, eine für Magdeburg und eine für Dresden. In der zehnten Minute lief Magdeburgs Sirlord Conteh frei auf Kevin Broll zu. Der Dynamo Torwart konnte Eins-gegen-Eins-Duell aber für sich entscheiden. Zwei Minuten später scheiterte Heinz Mörschel mit seinem Volleyschuss aus 18 Metern an FCM-Torwart Morten Behrens. Danach war Dynamo die etwas überlegenere Mannschaft, aber weitere Torchancen konnten sich die Dresdner nicht erspielen.

41. Minute: Vier Minuten vor der Pause probiert es Julius Kade aus der zweiten Reihe. Doch für Morten Behrens ist der Schuss kein Problem. Das ist zu harmlos. Dynamo ist in solchen Situationen nicht zwingend genug.

34. Minute: Dynamo hat eine gute Möglichkeit, doch sie spielen es schlecht aus. Christoph Daferner wird am Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Florian Heft gibt Vorteil. Philipp Hosiner müsste das Spiel schnell machen, doch er wartet und wartet, bis die Chance vertan ist.

Dynamos Christoph Daferner kämpft gegen Magdeburgs Thore Jacobsen um den Ball. Bisher ist das Spiel sehr ausgeglichen.
Dynamos Christoph Daferner kämpft gegen Magdeburgs Thore Jacobsen um den Ball. Bisher ist das Spiel sehr ausgeglichen. © Eibner-Pressefoto

26. Minute: Zwei Chancen gab es bisher, jeweils eine für beide Mannschaften. Die abstiegsbedrohten Magdeburger halten also bisher gut mit dem Tabellenführer aus Dresden mit, auch wenn Dynamo das Spiel kontrolliert.

18. Minute: Dynamo kontrolliert das Spiel mehr und mehr. Die Schwarz-Gelben, die heute in Weinrot spielen, lassen den Ball in den eigenen Reihen laufen. Magdeburg läuft meist hinterher und kommt nicht in die Zweikämpfe. Dennoch verspringt aufgrund der Platzverhältnisse öfter der Ball.

12. Minute: Auch Dynamo kommt zu seiner ersten Chance. Heinz Mörschel schießt aus 18 Metern nach einer Brustannahme volley aufs Tor. FCM-Torwart Morten Behrens fliegt durch die Luft und kratzt den Ball aus dem rechten oberen Toreck – ein guter Schuss von Mörschel, eine noch bessere Parade von Behrens.

Markus Kauczinski sitzt nach seinem krankheitsbedingten Ausfall wieder auf der Trainerbank bei Dynamo. Noch steht es 0:0 im Ost-Klassiker gegen Magdeburg.
Markus Kauczinski sitzt nach seinem krankheitsbedingten Ausfall wieder auf der Trainerbank bei Dynamo. Noch steht es 0:0 im Ost-Klassiker gegen Magdeburg. © Eibner-Pressefoto

10. Minute: Magdeburg hat die erste größere Möglichkeit in dem Spiel. Sirlord Conteh läuft auf der linken Seite einfach Paul Will davon, der fast gar nicht von der Stelle kommt. Conteh scheitert aber am herauseilenden Kevin Broll.

9. Minute: Dynamo beginnt sehr druckvoll, geht bereits am Strafraum des Gegners ins Pressung. Für Magdeburg eröffnet das natürlich viele Konterräume.

5. Minute: Bereits nach wenigen Minuten wird deutlich, dass sich die Mannschaft von Markus Kauczinski taktisch etwas anders aufstellt als zunächst vermutet. So spielt Dynamo mit einer Dreierkette (Knipping, Will, Kwadwo). Davor spielen Königsdörffer, Kade, Stark, Meier. Neuzugang Mörschel, Dynamos erster Dominikaner, kommt zum Startelfdebüt. Er spielt neben Hosiner und Daferner im Dreiersturm.

Anstoß: Schiedsrichter Florian Heft hat das Spiel angepfiffen. Dynamo spielt in den weinroten Auswärtstrikots, Magdeburg in den klassichen blau-weiß gestreiften Jerseys.

Die Mannschaften machen sich warm. Der Platz in der MDCC-Arena in Magdeburg sieht in Ordnung aus. Am Vormittag hatte es leichte Schneefälle gegeben.
Die Mannschaften machen sich warm. Der Platz in der MDCC-Arena in Magdeburg sieht in Ordnung aus. Am Vormittag hatte es leichte Schneefälle gegeben. © sächsische.de

13.40 Uhr: Die Mannschaften machen sich warm. Der Platz in der MDCC-Arena in Magdeburg ist schneefrei, aber wird sicherlich tief und deswegen schwer bespielbar sein. Am Vormittag hatte es leichte Schneefälle gegeben. Der Gastgeber hatte die vergangenen Tage die Rasenheizung laufen lassen.

13.00 Uhr: Die Aufstellungen sind mittlerweile das. Markus Kauczinski beginnt zunächst mit folgender Formation: Broll – Königsdörffer, Knipping, Kwadwo, Meier – Stark, Will – Mörschel, Kade, Daferner – Hosiner.

Dynamos Rückkehrer Niklas Kreuzer nimmt zunächst auf der Bank Platz. Der Rückkehrer ist laut Kauczinski eine Option für 20 bis 30 Minuten. Kauczinskis weiteren Optionen sind: Patrick Wiegers, Pascal Sohm, Marvin Stefaniak, Maximilian Großer, Justin Löwe und Luka Stor.

Den Wetterbericht hat Markus Kauczinski durchaus beobachtet. "Ich habe gehört, dass noch mal Schnee kommen soll", meinte Dynamos Trainer am Donnerstag. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, die Mannschaft auf das Ost-Duell beim 1. FC Magdeburg einzustellen. "Wir haben unseren Plan, wann wir losfahren, wann wir im Hotel sind, wie wir uns aufs Spiel vorbereiten. Alles andere werden wir dann sehen."

Tatsächlich hat es in Magdeburg geschneit, ein, vielleicht zwei Zentimeter liegen auf dem Parkplatz vor der Arena. Aber ein Blick ins Innere zeigt, dass der Rasen grün ist. Dem Anstoß sollte also nichts im Wege stehen - und inwieweit das Wetter dann das Geschehen beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Vor dem Stadion liegt Schnee, drinnen nicht. Heißt: Dynamos Ostduell in Magdeburg kann stattfinden.
Vor dem Stadion liegt Schnee, drinnen nicht. Heißt: Dynamos Ostduell in Magdeburg kann stattfinden. © sächsische.de

Beide Teams waren zuletzt von kurzfristigen Absagen wegen des starken Schneefalls betroffen, Dynamo blieb dank Zwickauer Schützenhilfe beim 2:1-Sieg gegen 1860 München trotzdem Spitzenreiter. Magdeburg dagegen steckt im Abstiegskampf und steht mit nur 21 Punkten aus 21 Spielen derzeit untrer dem Strich. Für Trainer Thomas Hoßmang, einem Ex-Dynamo, kann die Partie deshalb schon zum Endspiel werden. "Die Grundsituation von Magdeburg interessiert uns gar nicht, wir müssen auf uns schauen", meint Kauczinski.

"Wir freuen uns auf das Spiel, wollen mit Selbstvertrauen auftreten", kündigt Torjäger Philipp Hosiner an, denn: "Wir stehen ganz oben und wollen dort bleiben."

Die Stimmung sei trotz des holprigen Start ins neue Jahr nach wie vor gut. "Es gibt keinen Grund, etwas reinzuinterpretieren", betont der 31-Jährige. Für ihn waren die vergangenen Wochen mal wieder das Leben eines Stürmers in seinen zwei Extremen. Beim 4:3-Sieg gegen Kaiserslautern erzielte er zwei Tore, bereitete die beiden anderen vor. Nach dem 0:1 in Mannheim stand vor allen Dynamos Abteilung Attacke in der Kritik.

Torschütze Stark nach Gelb-Sperre dabei

"Es ist sowohl in der Offensive als auch in der Defensive immer die Aufgabe von allen. Wenn wir sagen, wir wollen mit elf Mann verteidigen, müssen wir auch mit elf Mann angreifen", kontert Hosiner. "Die Stürmer sind meist die, die am Ende richtig stehen und den Ball über die Linie drücken, aber acht andere haben die Vorarbeit geleistet. Es ist immer eine Sache der gesamten Mannschaft."

Yannick Stark (r.) ist vor Magdeburgs Raphael Obermair am Ball. Im Hinspiel erzielte der Mittelfeldspieler den Siegtreffer für Dynamo.
Yannick Stark (r.) ist vor Magdeburgs Raphael Obermair am Ball. Im Hinspiel erzielte der Mittelfeldspieler den Siegtreffer für Dynamo. ©  dpa/Robert Michael

Das wollen sie nun in Magdeburg wieder besser machen,auch wenn der echte Derby-Charakter im leeren Stadion fehlt. "Auch wenn es 20.000 gegen uns gewesen wären, hätte ich die Fans schon gerne dabei, weil man etwas diese Atmosphäre, diese Brisanz mitnehmen will als Spieler. Das gibt zusätzliche Motivation, macht mehr Spaß", meint Hosiner. Er erwartet "ein enges Spiel wie so viele in der Liga. Im Hinspiel war es eine harte Aufgabe, die erwartet uns jetzt wieder."

Vor damals noch 999 zugelassenen Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion hatten die Schwarz-Gelben am 10. Oktober durch ein Tor von Yannick Stark knapp, aber verdient mit 1:0 gewonnen. Der abschlussstarke Mittelfeldspieler ist - genau wie Innenverteidiger Tim Knipping - nach abgebrummter Gelb-Sperre wieder dabei. Dafür fehlen Kapitän Sebastian Mai und Ehlers nach den Roten Karten in Mannheim für den Fußball-Klassiker des Ostens, neudeutsch "Elb-Clásico" genannt.

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