merken
Leben und Stil

Serie: Neue Wege gegen Krebs

Neue Therapien haben Überlebenschancen und Lebensqualität verbessert. Eine große Serie von Sächsische.de zeigt, was heute möglich ist.

Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, steht in einem Experimental-OP-Saal im Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).
Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, steht in einem Experimental-OP-Saal im Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC). © dpa

Dresden. Die Diagnose Krebs betrifft heute bereits fast jede Familie. Allein in Sachsen wird es in diesem Jahr fast 30.000 neue Fälle geben – 3.000 mehr als 2013. Deutschlandweit sind es eine halbe Million Neuerkrankungen, wie das Krebsregister und die Deutsche Krebshilfe errechnet haben.

Gestiegen sind aber auch die Überlebensraten. „Starben 1980 noch zwei Drittel der Krebskranken, können heute mehr als die Hälfte der Patienten geheilt werden“, sagt der Onkologe Professor Hanno Glimm vom Direktorenteam des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden. Als geheilt gilt ein Patient, bei dem fünf Jahre nach Ausbruch der Krankheit kein Krebs mehr nachweisbar ist. 

Familien aufgepasst
Familien aufgepasst

Hier finden Sie alle Ergebnisse des Familienkompass 2020.

Operationstechniken werden präziser

Die Unternehmen im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller arbeiten derzeit an mehr als 200 Projekten für besseren Krebstherapien, sagt Verbandssprecher Rolf Hömke. Das treibt allerdings auch die Kosten: 2019 zahlte allein die Barmer 1,2 Milliarden Euro für die Behandlungen mit onkologischen Arzneimitteln.

Auch die Operationstechniken werden präziser. Zudem könne heute jeder Betroffene, der es möchte, in einem zertifizierten Krebszentrum behandelt werden.

In einer großen Serie stellt Sächsische.de gemeinsam mit Experten  anhand der acht häufigsten Krebsarten die Neuentwicklungen in der Krebsmedizin mit ihren Chancen und Grenzen vor.

Teil 1: Krebs ist kein Todesurteil mehr

Allein in Sachsen werden dieses Jahr 30.000 Menschen neu an Krebs erkranken. In Dresden befindet sich eines von bundesweit zwei Top-Zentren für die Behandlung. Sächsische.de sprach mit den beiden Direktoren über Fortschritte bei Früherkennung und Therapien und die Grenzen. 

Jetzt lesen: Krebs ist kein Todesurteil mehr

Prof. Martin Bornhäuser und Prof. Hanno Glimm vom Universitätsklinikum Dresden.
Prof. Martin Bornhäuser und Prof. Hanno Glimm vom Universitätsklinikum Dresden. © Christian Juppe

Teil 2: Brustkrebs

Madeleine Burisch aus Leipzig erkrankt mit 33 an einem aggressiven Brusttumor. Eine neuartige Immuntherapie soll ihre Abwehr mobilisieren. „Ich konnte das Ding in meiner Brust tasten“, sagt sie.

Außerdem fragen wir: Ist die Mammografie noch zeitgemäß? Das Screening wird immer weniger genutzt. Denn es hat auch Schwächen. Radiologen setzen sich für Alternativen ein.

Und ein Pathologe aus Chemnitz erklärt, worauf Tumore getestet werden – und warum nicht alles sinnvoll ist. Was Gen- und molekulare Diagnostik bringen.

Optimistisch und fast immer positiv – so geht Madeleine Burisch aus Leipzig mit ihrer Brustkrebserkrankung um. Doch es gibt auch schwache Momente.
Optimistisch und fast immer positiv – so geht Madeleine Burisch aus Leipzig mit ihrer Brustkrebserkrankung um. Doch es gibt auch schwache Momente. © Jürgen Lösel

Teil 3: Darmkrebs

Liane Dintner teilt ihr Schicksal mit jährlich gut 58.000 Deutschen: Sie hat einen Tumor im Darm. Dank personalisierter Therapien sind die Überlebenschancen hoch. Wie Roboter helfen, den Darmkrebs zu besiegen

Bei Darmkrebs könnten – bei früher Diagnose – 90 Prozent aller Betroffenen geheilt werden. Patienten können dabei zwischen Darmspiegelung (Koloskopie) und Blutstuhltest wählen. Wir vergleichen die Methoden.

In Sachsen bieten viele Kliniken Krebsbehandlungen an. Doch selbst der Zusatz Tumorzentrum garantiert noch keine Qualität. So finden Sie das richtige Krankenhaus

Professor Jürgen Weitz und Darmkrebs-Patientin Liane Dintner am Roboter „Da Vinci“. Mit ihm können Darm-Operationen durchgeführt werden.
Professor Jürgen Weitz und Darmkrebs-Patientin Liane Dintner am Roboter „Da Vinci“. Mit ihm können Darm-Operationen durchgeführt werden. © Christian Juppe

Teil 4: Prostatakrebs

Zwei Patienten, zwei Behandlungswege. Ab dem 23. Oktober.

Teil 5: Lungenkrebs

Eine Genmutation wird speziell behandelt. Ab dem 27. Oktober.

Teil 6: Hautkrebs

Hoffnung durch zielgerichtete und Immuntherapie. Ab dem 30. Oktober.

Teil 7: Bauchspeicheldrüsenkrebs

Neue OP-Methode rettet Leben. Ab dem 3. November.

Teil 8: Leukämie

Hilfe durch Stammzellen von Fremden. Ab dem 6. November.

Teil 9: Hirntumor

MRT-gestützte Operation als ganz neuer Weg. Ab dem 10. November. 

Teil 10: Ergänzende Therapien

Alternativen zu zu Chemo, OP und Bestrahlung. Ab dem 13. November.

Mehr zum Thema Leben und Stil