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Serie: Neue Wege gegen Krebs

Neue Therapien haben Überlebenschancen und Lebensqualität verbessert. Eine große Serie von Sächsische.de zeigt, was heute möglich ist.

Von Stephanie Wesely
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Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, steht in einem Experimental-OP-Saal im Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).
Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, steht in einem Experimental-OP-Saal im Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC). © dpa

Dresden. Die Diagnose Krebs betrifft heute bereits fast jede Familie. Allein in Sachsen wird es in diesem Jahr fast 30.000 neue Fälle geben – 3.000 mehr als 2013. Deutschlandweit sind es eine halbe Million Neuerkrankungen, wie das Krebsregister und die Deutsche Krebshilfe errechnet haben.

Gestiegen sind aber auch die Überlebensraten. „Starben 1980 noch zwei Drittel der Krebskranken, können heute mehr als die Hälfte der Patienten geheilt werden“, sagt der Onkologe Professor Hanno Glimm vom Direktorenteam des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden. Als geheilt gilt ein Patient, bei dem fünf Jahre nach Ausbruch der Krankheit kein Krebs mehr nachweisbar ist.

Operationstechniken werden präziser

Die Unternehmen im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller arbeiten derzeit an mehr als 200 Projekten für besseren Krebstherapien, sagt Verbandssprecher Rolf Hömke. Das treibt allerdings auch die Kosten: 2019 zahlte allein die Barmer 1,2 Milliarden Euro für die Behandlungen mit onkologischen Arzneimitteln.

Auch die Operationstechniken werden präziser. Zudem könne heute jeder Betroffene, der es möchte, in einem zertifizierten Krebszentrum behandelt werden.

In einer großen Serie stellt Sächsische.de gemeinsam mit Experten anhand der acht häufigsten Krebsarten die Neuentwicklungen in der Krebsmedizin mit ihren Chancen und Grenzen vor.

Teil 1: Krebs ist kein Todesurteil mehr

Allein in Sachsen werden dieses Jahr 30.000 Menschen neu an Krebs erkranken. In Dresden befindet sich eines von bundesweit zwei Top-Zentren für die Behandlung. Sächsische.de sprach mit den beiden Direktoren über Fortschritte bei Früherkennung und Therapien und die Grenzen.

Jetzt lesen: Krebs ist kein Todesurteil mehr

Prof. Martin Bornhäuser und Prof. Hanno Glimm vom Universitätsklinikum Dresden.
Prof. Martin Bornhäuser und Prof. Hanno Glimm vom Universitätsklinikum Dresden. © Christian Juppe

Teil 2: Brustkrebs

Madeleine Burisch aus Leipzig erkrankt mit 33 an einem aggressiven Brusttumor. Eine neuartige Immuntherapie soll ihre Abwehr mobilisieren. „Ich konnte das Ding in meiner Brust tasten“, sagt sie.

Außerdem fragen wir: Ist die Mammografie noch zeitgemäß? Das Screening wird immer weniger genutzt. Denn es hat auch Schwächen. Radiologen setzen sich für Alternativen ein.

Und ein Pathologe aus Chemnitz erklärt, worauf Tumore getestet werden – und warum nicht alles sinnvoll ist. Was Gen- und molekulare Diagnostik bringen.

Optimistisch und fast immer positiv – so geht Madeleine Burisch aus Leipzig mit ihrer Brustkrebserkrankung um. Doch es gibt auch schwache Momente.
Optimistisch und fast immer positiv – so geht Madeleine Burisch aus Leipzig mit ihrer Brustkrebserkrankung um. Doch es gibt auch schwache Momente. © Jürgen Lösel

Teil 3: Darmkrebs

Liane Dintner teilt ihr Schicksal mit jährlich gut 58.000 Deutschen: Sie hat einen Tumor im Darm. Dank personalisierter Therapien sind die Überlebenschancen hoch. Wie Roboter helfen, den Darmkrebs zu besiegen

Bei Darmkrebs könnten – bei früher Diagnose – 90 Prozent aller Betroffenen geheilt werden. Patienten können dabei zwischen Darmspiegelung (Koloskopie) und Blutstuhltest wählen. Wir vergleichen die Methoden.

In Sachsen bieten viele Kliniken Krebsbehandlungen an. Doch selbst der Zusatz Tumorzentrum garantiert noch keine Qualität. So finden Sie das richtige Krankenhaus

Professor Jürgen Weitz und Darmkrebs-Patientin Liane Dintner am Roboter „Da Vinci“. Mit ihm können Darm-Operationen durchgeführt werden.
Professor Jürgen Weitz und Darmkrebs-Patientin Liane Dintner am Roboter „Da Vinci“. Mit ihm können Darm-Operationen durchgeführt werden. © Christian Juppe

Teil 4: Prostatakrebs

60.000 Deutsche bekommen jedes Jahr die Diagnose Prostatakrebs, eine der häufigsten Krebsarten bei Männern. Hier erzählen die beiden betroffenen Dirk Barthel und Sven Rosentreter von ihrer Behandlung und die Chance auf Genesung.

Zum Artikel: Wann Prostatakrebs heilbar sein wird

Zwei Ärzte, zwei Patienten, zwei Therapien: Klinikdirektor Prof. Christian Thomas (l.) und Oberarzt Dr. Tobias Hölscher (r.) mit Dirk Barthel (2. v. l.) und Sven Rosentreter (2. v. r.) auf dem Gelände des Dresdner Universitätsklinikums.
Zwei Ärzte, zwei Patienten, zwei Therapien: Klinikdirektor Prof. Christian Thomas (l.) und Oberarzt Dr. Tobias Hölscher (r.) mit Dirk Barthel (2. v. l.) und Sven Rosentreter (2. v. r.) auf dem Gelände des Dresdner Universitätsklinikums. © Thomas Kretschel

Teil 5: Lungenkrebs

62.000 Deutsche bekommen jedes Jahr die Diagnose, nicht nur Raucher. Neue Behandlungen lassen hoffen. Doch die Tumorzellen können sich anpassen. Die Betroffene Maryna Preibsch aus Dresden erzählt.

Maryna Preibsch (r.) mit Dr. Martin Wermke und Prof. Daniela Aust vom Dresdner Uniklinikum.
Maryna Preibsch (r.) mit Dr. Martin Wermke und Prof. Daniela Aust vom Dresdner Uniklinikum. © Matthias Rietschel

Teil 6: Hautkrebs

Schon 1,7 Millionen Deutsche haben weißen Hautkrebs. Die Krankheit nimmt rasant zu – auch in Sachsen. Die zerstörerischen Folgen der Sonne.

Frauen gehen öfter zur Hautkrebs-Vorsorge, zeigt ein Krankenkassen-Report. Das ändert sich aber im Alter. Und: Sachsen sind spitze beim Haut-Check.

Mathias Jatzlauk liebte das Sonnenbad – und hat jetzt das gefährliche metastasierte Melanom. Eine neue Kombinationstherapie lässt ihn hoffen. Wenn der Hautkrebs schon Metastasen gebildet hat.

Mathias Jatzlauk mit Ärztin Friedegund Meier.
Mathias Jatzlauk mit Ärztin Friedegund Meier. © Matthias Rietschel

Teil 7: Bauchspeicheldrüsenkrebs

„Bauchspeicheldrüsenkrebs ist selten, gehört aber zu den am häufigsten zum Tode führenden Krebserkrankungen“, erklärt Professor Thilo Welsch, stellvertretender Direktor der Klinik für Bauch- und Brustkorbchirurgie am Uniklinikum Dresden. Vier zertifizierte Zentren in Sachsen kämpfen darum, die Lebenszeit von Patienten wie Manfred Taeger zu erhöhen. Hier lesen Sie seine Geschichte.

Erste Kontrolle nach Chemotherapien und OP. Der Chirurg und Onkologe Professor Thilo Welsch erklärt Krebspatient Manfred Taeger, wie es weitergeht.
Erste Kontrolle nach Chemotherapien und OP. Der Chirurg und Onkologe Professor Thilo Welsch erklärt Krebspatient Manfred Taeger, wie es weitergeht. © kairospress

Teil 8: Leukämie

Die Behandlung von Blutkrebs ist kräftezehrend. Zwei Sachsen erzählen, dank welcher neuer Therapien sie es geschafft haben: „Wir hatten Leukämie – und leben jetzt mit Spenderblut“

Bei ihrem Termin im Klinikum Chemnitz haben sie sich viel zu erzählen. Julia Götze und Siegfried Hofmann aus Südwestsachsen hatten Leukämie.
Bei ihrem Termin im Klinikum Chemnitz haben sie sich viel zu erzählen. Julia Götze und Siegfried Hofmann aus Südwestsachsen hatten Leukämie. © Toni Söll

Teil 9: Hirntumor

Hochauflösende Bilder helfen den Chirurgen, gesundes Gewebe im Kopf zu schonen. Ein Bautzener berichtet über die Therapie und den Erfolg: Wie Operationen im Hirn immer präziser werden

Carsten Kerneker am Tag zwei nach der OP. Der Tumor ist raus aus dem Kopf, dafür mussten teilweise die Haare ab.
Carsten Kerneker am Tag zwei nach der OP. Der Tumor ist raus aus dem Kopf, dafür mussten teilweise die Haare ab. © Uniklinik Dresden/Thomas Albrecht

Teil 10: Ergänzende Therapien

Viele Tipps im Netz, die im Kampf gegen den Krebs unterstützen sollen, sind unseriös. Die integrative Onkologie erforscht ergänzende natürliche Methoden: Helfen alternative Mittel bei Krebs?

Mit gesundem Essen gegen die Krebszellen.
Mit gesundem Essen gegen die Krebszellen. © Illustration: 123rf