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Geld und Recht

Hohe Schadensersatzforderungen vermeiden

Schnell ist es passiert, die Kaffeetasse kippt um und verteilt ihren Inhalt über den Computer des Kunden. An dieser Stelle ist guter Rat teuer.

© PR: pixabay / Robert Owen-Wahl

Denn wer kommt eigentlich für den verursachten Schaden auf? Mit einer Berufshaftpflichtversicherung können Selbstständige und Freiberufler sich gegen hohe Schadensersatzforderungen schützen. Denn die berufliche Haftpflichtversicherung kommt entsprechend der vertraglichen Vereinbarung für den Schaden auf. Unternehmer können so ein unkalkulierbares Risiko abdecken, das im Falle eines Schadens schnell die eigenen finanziellen Mittel übersteigt.

Welche Berufsgruppen sollten sich versichern

Bestimmte Berufsgruppen wie Architekten, Steuerberater oder Ärzte sind durch den entsprechenden Berufsverband dazu verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Denn ein Behandlungsfehler kann schnell zu hohen Schadensersatzforderungen führen. Eine falsche Beratung bei der Renovierung oder bei der Steuererklärung kann ebenfalls hohe Kosten verursachen. Die Versicherungspolice ist damit für Sie einer Absicherung, dass Sie sich im Schadensfall nicht unkontrollierten Forderungen gegenübersehen. Für Ihre Kunden bedeutet eine berufliche Haftpflichtversicherung, dass sie im Falle eines Schadens mit einer entsprechenden Entschädigung rechnen können.

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Auch wenn die Versicherung nur für bestimmte Berufsgruppen bindend ist, empfiehlt sie sich für alle Freiberufler. Denn wer beim Kunden über das Kabel fällt und dabei den Beamer herunterwirft, muss für den Schaden aufkommen. Wichtig ist sie vor allem für Selbstständige, die mit Menschen zu tun haben. Denn Personenschäden können schnell in ungeahnte Höhen steigen. Wie kostspielig eine solche Versicherung für Sie ist, hängt von der Art der Tätigkeit und dem Berufsfeld ab.

Angestellte sind die einzige Berufsgruppe, die keine berufliche Haftpflichtversicherung braucht. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben. Beispielsweise sind Chefärzte, Prokuristen oder Vorstandsmitglieder für das betriebliche Handeln in besonderer Form verantwortlich. Sie können berufliche Risiken extra absichern. In vielen Fällen haben die Unternehmen ihr Führungspersonal durch eine spezielle D&O - Director and Orders - Versicherung abgeschlossen, die die entsprechenden Risiken abdeckt.

Die Berufshaftpflichtversicherung bietet den nötigen Schutz an

Ein Wasserschaden in Folge eines falsch verlegten Rohrs verursacht hohe Folgekosten. Das gilt für Sachschäden, aber Personenschäden durch eine falsche Behandlung oder Beratung erreichen oft ungeahnte Höhen. Eine Berufshaftpflicht prüft den möglichen Anspruch und regelt den Schaden. Bei Personenschäden ist wichtig, dass es keine Begrenzung bei der Schadenshöhe gibt. Dagegen macht eine Obergrenze bei Sachschäden durchaus Sinn, denn sie kann die Höhe der Versicherungspolice senken.

Die Berufshaftpflicht prüft im Falle eines Schadens, ob dieser über die Versicherung abgedeckt ist. Ist dies nicht der Fall, bieten die meisten Unternehmen eine passive Rechtsberatung an, mit deren Hilfe Sie den Schaden regulieren können.

Jungunternehmer und Start-ups versuchen aus gutem Grund die Betriebskosten möglichst niedrig zu halten. Aber auf die Versicherung zu verzichten, wäre sparen am falschen Ende. Denn gerade eine Berufshaftpflichtversicherung deckt Risiken ab, die niemand kalkulieren kann. Denn auch bei einer beratenen Tätigkeit können falsche Entscheidungen hohe finanzielle Forderungen auslösen. Eine entsprechende Versicherung ermöglicht es Ihnen, sich ganz auf Ihre Tätigkeit zu konzentrieren.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur C. Tillmann.

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