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Dynamo-Chef David Fischer bekräftigt: Dresden plant mit Claudio Kammerknecht

Dynamo dementiert Zweitliga-Angebot für Kammerknecht. Außerdem: Dresdens zweite Mannschaft darf in der Landesliga starten, Kulke zieht es zum HFC, Verteidiger Philipp Schulz kommt wohl aus Mainz - unser Dynamo-Blog.

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Soll beim SV Elversberg hoch im Kurs stehen: Claudio Kammerknecht. Ein Angebot des Zweitligisten für Dynamos Rechtsverteidiger liegt aber nicht vor.
Soll beim SV Elversberg hoch im Kurs stehen: Claudio Kammerknecht. Ein Angebot des Zweitligisten für Dynamos Rechtsverteidiger liegt aber nicht vor. © dpa/PA/Robert Michael

Dynamo Dresden und die Saison in der 3. Liga – das Wichtigste in Kürze:

Donnerstag, 20. Juni:

15.56 Uhr: Geschäftsführer Fischer dementiert Angebot für Kammerknecht

Nachdem vor etwa zehn Tagen Gerüchte über ein Interesse von Zweitligist SV Elversberg an Dynamos Defensivspieler Claudio Kammerknecht aufkamen, hat sich nun auch SGD-Kommunikationsgeschäftsführer David Fischer zu der Personalie geäußert.

Es sei kein Angebot eingegangen, erklärte der 39-Jährige bei der Präsentation des neuen Trainers Thomas Stamm am Mittwoch. Man plane fest mit dem gelernten Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison vor allem als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde. Kammerknecht sei "bei der medizinischen Untersuchung und beim Trainingsstart dabei".

Derweil wurde auch bekannt, dass der von Dynamo umworbene Auer Rechtsverteidiger Tim Danhof in der 3. Liga bleibt und künftig für den TSV 1860 München aufläuft.

Dienstag, 18. Juni:

16.55 Uhr: Max Kulke wechselt wohl zum Halleschen FC

Dynamo-Eigengewächs Max Kulke hat offenbar einen neuen Verein gefunden. Zehn Jahre, von 2013 bis 2023, spielte er für die Schwarz-Gelben, lediglich unterbrochen durch eine sechsmonatige Leihe an den ZFC Meuselwitz. Doch vor einem Jahr endete seine Zeit bei Dynamo. Ein halbes Jahr blieb er vereinslos, in der vergangenen Rückrunde spielte Kulke für den Regionalligisten VSG Altglienicke. In der Liga bleibt er nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung, geht jedoch zum Halleschen FC. Der Drittliga-Absteiger baut den Kader gerade komplett um, Kulke wäre der zwölfte Neuzugang.

Wohin die Reise bei Max Kulke geht, ist inzwischen offenbar klar.
Wohin die Reise bei Max Kulke geht, ist inzwischen offenbar klar. © dpa/PA/Robert Michael

10.40 Uhr: Dynamos U23 darf ab 2025 in der Landesliga spielen

2015 hatte Dynamo die U23-Mannschaft vom Spielbetrieb in der Oberliga abgemeldet. Die Begründung damals: Talente müssen den Sprung in den Profikader direkt aus der A-Jugend schaffen. Den Umweg über die U23, also eine zweite Mannschaft, nutzen nur sehr wenige. Aufwand und Nutzen stünden deshalb in keinem Verhältnis. Diese Meinung hatte Dynamos damaliger Sportchef Ralf Minge nicht exklusiv, zeitgleich zog auch der FC Erzgebirge Aue seine U23 zurück, zwei Jahre später folgte RB Leipzig.

Diese drei Klubs stellten im März diesen Jahres beim Sächsischen Fußballverband (SFV) einen Antrag, dass U23-Teams von Profivereinen in der Landesliga und nicht in der untersten Spielklasse starten dürfen. Diesem Änderungsantrag der Spielordnung hat der SFV nun zugestimmt. Damit könnten alle drei U23-Mannschaften in der Saison 2025/26 in der sechsthöchsten Liga antreten.

Ob sie das tatsächlich machen, ist aber noch unklar. Dynamos sportliche Leitung hat bisher lediglich erklärt, dass man dies anstrebe. Größtes Problem bei der Umsetzung ist die Spielstätte. Das Harbig-Stadion mit seinen mehr als 32.000 Plätzen ist zu groß und vor allem zu teuer. Andererseits müssen - etwa bei Derbys gegen Aue und RB Leipzig - Sicherheitsstandards eingehalten werden. Das kurz vor der Fertigstellung stehende Heinz-Steyer-Stadion bietet sich daher an, ganz billig ist die Miete aber auch dort nicht.

Der SFV hat mit seiner Entscheidung den Weg auch für künftige Profiklubs freigemacht. Voraussetzung: Die erste Mannschaft muss in der ersten, zweiten oder dritten Liga spielen, und der Verein muss ein vom DFB anerkanntes Nachwuchsleistungszentrum betreiben. Beide Kriterien erfüllen Dynamo, Aue und Leipzig. Sollten zwei oder drei U23-Teams 2025 in der Landesliga starten, würde die Liga einmalig von 16 auf 18 Mannschaften aufgestockt. Bei nur einer U23-Mannschaft gäbe es jeweils einen Absteiger in der Sachsenliga und Landesklasse mehr als bisher.

Montag, 17. Juni:

12.35 Uhr: Dynamo müsste für Mainzer Talent Ablösesumme zahlen

Drei Innenverteidiger hat Dynamo mit Lars Bünning sowie den Neuzugängen Lukas Boeder und Dennis Duah bereits unter Vertrag. Auf dieser Position könnte künftig auch Claudio Kammerknecht spielen, der in der vergangenen Saison noch Rechtsverteidiger war. Trotzdem suchen die Dresdner offenbar nach einer weiteren Verstärkung. Ein Kandidat könnte Philipp Schulz von der U23 des FSV Mainz sein.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung wurde der 19-Jährige bereits beim Rundgang durchs Trainingszentrums von Dynamo gesichtet. in Dresden und hat sich demnach auch das Trainingszentrum angeschaut. Vor einem Jahr feierte Schulz mit der A-Jugend der Mainzer die deutsche Meisterschaft, war zeitweise Kapitän. In der Regionalliga-Elf des FSV kam er bisher 17 Mal zum Einsatz. Sein Vertrag in Mainz läuft noch bis 2025, Dynamo müsste also eine - sicher geringe - Ablösesumme zahlen. Würden die Schwarz-Gelben den Abwehrspieler lieber ausleihen, müsste Schulz seinen Vertrag in Mainz um mindestens ein Jahr verlängern.

Samstag, 15. Juni:

8.43 Uhr: Ex-Dynamo Franz Pfanne wechselt zu Hansa Rostock

Der ehemalige Dresdner und gebürtige Bautzner Franz Pfanne schließt sich Zweitliga-Absteiger FC Hansa Rostock an. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Der 29-Jährige war in den vergangenen vier Jahren Kapitän der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund in der 3. Liga. Der Wechsel kommt durchaus überraschend. Pfanne verlängerte seinen Vertrag beim BVB erst vor Kurzem bis 2026 verlängert.

Rostock dürfte nun eine Ablöse gezahlt haben. "Mit Franz Pfanne bekommen wir einen echten Leader, den wir auf dem Platz für einen erfolgreichen Neustart brauchen", sagte Hansas Profifußball-Direktor Amir Shapourzadeh. "Er kennt die 3. Liga aus über 100 Spielen und weiß ganz genau, worauf es da ankommt."

Pfanne wurde in Bautzen geboren und unter anderem im Nachwuchsbereich von Dynamo Dresden ausgebildet. "Als die Anfrage aus Rostock kam, musste ich nicht lange überlegen. Hansa gehört zu den Aushängeschildern des Ostfußballs und ich freue mich auf diese große Herausforderung", sagte er.

Franz Pfanne wurde im Nachwuchs von Budissa Bautzen und Dynamo Dresden, wo er 2014 zum Profi wurde ausgebildet. Zuletzt war er Kapitän bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und wechselt nun zu Hansa Rostock.
Franz Pfanne wurde im Nachwuchs von Budissa Bautzen und Dynamo Dresden, wo er 2014 zum Profi wurde ausgebildet. Zuletzt war er Kapitän bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und wechselt nun zu Hansa Rostock. © dpa/Robert Michael

Donnerstag, 13, Juni:

18.15 Uhr: Vinko Sapina kommt gegen eine Ablösesumme von Rot-Weiss Essen

Dynamo hat Mittelfeldspieler Vinko Sapina vom Ligarivalen Rot-Weiss Essen als sechsten Neuzugang verpflichtet. Der 28-Jährige war zuletzt Kapitän bei RWE und gehörte mit 29 Spielen und drei Toren in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern. Sapina war erst vor einem Jahr vom SC Verl nach Essen gewechselt, wo sein Vertrag noch bis 2025 lief. Daher muss Dynamo wohl eine Ablösesumme überweisen. "Man träumt als junger Spieler davon, später für Traditionsvereine und vor vielen Zuschauern auflaufen zu können", erklärte Sapina in der Pressemitteilung der Dresdner. Rot-Weis Essen wurde 1907 gegründet und ist damit 46 Jahre älter als Dynamo, das Stadion an der Hafenstraße gehörte vergangene Saison - genauso wie das Harbig-Stadion - bei der Auslastung zu den Top5 der 3. Liga.

16.32 Uhr: Sebastian König wird U19-Trainer, Willi Weiße wechselt in die 4. Liga

Dynamo hat einen neuen Trainer für die U19 gefunden. Sebastian König wird Nachfolger von Willi Weiße, berichtet die Lausitzer Rundschau. König war zuletzt für den Fußballverband Brandenburg als Verbandstrainer tätig und dort für die Talentesichtung und -Förderung zuständig. Zuvor arbeitete der 36-Jährige als U19-Trainer bei Borussia Mönchengladbach und mehrere Jahre in verschiedenen Positionen bei Energie Cottbus.

Co-Trainer bei Dynamos U19-Auswahl wird Christian Fröhlich, der 2004 mit Dresden in die 2. Bundesliga aufstieg und in der vergangenen Saison noch bei der U17 der SGD als Assistent tätig war. Der 46 Jahre alte Ex-Profi und König kennen sich bereits. Beide machten beim Deutschen Fußball-Bund gemeinsam die A-Lizenz als Trainer.

Weiße, der zuletzt interimsweise als Co-Trainer bei den Profis agierte, dagegen wird Dynamo nach fünf Jahren auf eigenen Wunsch verlassen. Er wechselt zu Bundesligist Holstein Kiel und übernimmt als Trainer die U23, die in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga Nord antreten wird. "Dieser Schritt fühlt sich zum jetzigen Zeitpunkt richtig an", erklärte Weise in einer Mitteilung. "Der Wert und Fokus, den Holstein Kiel in seine U23-Mannschaft legt, hat mich überzeugt und ist für mich gleichzeitig eine tolle Herausforderung, der ich mich von Beginn an mit 100 Prozent Einsatz annehmen möchte."