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Dynamo-Kapitän zur Fan-Unterstützung während der Morddrohungen: "Werde ich euch nie vergessen"

Stefan Kutschke äußert sich zu verpasstem Aufstieg und seinem neuen Vertrag, Ex-Dynamo Koch übernimmt Oberligisten, Verteidiger kommt aus Saarbrücken - unser Dynamo-Blog.

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Stefan Kutschke bleibt ein weiteres Jahr bei Dynamo. Nun wendet er sich mit einem emotionalen Brief an die Fans.
Stefan Kutschke bleibt ein weiteres Jahr bei Dynamo. Nun wendet er sich mit einem emotionalen Brief an die Fans. © dpa/Robert Michael

Dynamo Dresden und die Saison in der 3. Liga – das Wichtigste in Kürze:

Mittwoch, 12. Juni:

10.45 Uhr: Auch Kutschke vermeidet das Wort Aufstieg

Seinen Urlaub verbringt Stefan Kutschke in Dresden, verzichtet aus "privaten Gründen" auf eine Reise. Da bleibt Zeit, einen längeren Brief an die Fans zu schreiben. Den hat der Kapitän der vergangenen Saison nun auf den Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Darin bedankt sich der 35-Jährige für die Unterstützung der Anhänger, berichtet aber auch von den Enttäuschungen. "Wir als Mannschaft und ich persönlich hatten vor der Saison ein ganz klares Ziel ausgerufen: Aufstieg! (...) Jetzt bleibt nur die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir völlig unnötig eine riesige Chance verspielt haben und als Team nicht bereit gewesen sind."

Zuletzt waren Kutschke und seine Familie mit Morddrohungen konfrontiert worden, ein Security-Mitarbeiter begleitete ihn bei den Einheiten ständig. Deshalb war fraglich, ob er überhaupt noch eine Saison dranhängt. Auch dazu äußert sich der Stürmer nun: "Gerade in einer Zeit, die für meine Familie und mich sehr schwer und belastend war, habt ihr mich immer aufgebaut und bedingungslos unterstützt. Das werde ich euch nie vergessen."

Aufgeben sei bei Dynamo und für ihn persönlich nie eine Option gewesen. "Deshalb will ich auch nächste Saison mit anpacken und als Ansprechpartner für meine Mitspieler da sein. Die Entscheidung, meinen Vertrag zu verlängern, war eine der einfachsten in meiner Karriere, und ich danke dem Verein und euch für das Vertrauen", schreibt er. Dynamo sei für ihn eine Lebenseinstellung.

Zugleich beschwor er den Zusammenhalt: "Es warten in der neuen Saison viele Herausforderungen auf uns: neue Gesichter, starke Gegner und der Abgang von Leistungsträgern und guten Freunden. Jetzt müssen wir umso mehr zusammenhalten, uns auf uns selbst fokussieren und hart arbeiten." Vom Aufstieg als Saisonziel schreibt Kutschke nichts.

Dienstag, 11. Juni:

13.04 Uhr: Dynamo holt Innenverteidiger Boeder aus Saarbrücken

Dynamo präsentiert einen weiteren Neuzugang. Lukas Boeder wird künftig für die Schwarz-Gelben auflaufen. Das vermeldete der Fußball-Drittligist am Dienstag. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger war zuletzt für Ligakonkurrent 1. FC Saarbrücken aktiv. Da Boeders Vertrag bei den Saarländern Ende Juni ausläuft, wechselt der Defensivspieler ablösefrei nach Dresden.

Über die Vertragslaufzeit macht der Verein seit Kurzem keine Angaben mehr. In der abgelaufenen Saison absolvierte Boeder 45 Pflichtspiele für den FCS, darunter auch fünf Partien im DFB-Pokal. Sowohl bei den Siegen über den FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach stand der Verteidiger auf dem Platz.

Aus Saarbrücken zu Dynamo: Lukas Boeder.
Aus Saarbrücken zu Dynamo: Lukas Boeder. © dpa

"Mit Lukas konnten wir einen gestandenen und erfahrenen Drittligaspieler für unsere Sportgemeinschaft gewinnen, der zudem bereits über Einsätze in der 2. Bundesliga verfügt. Mit seiner kämpferischen und übersichtlichen Spielweise kann er als Führungsspieler in der Defensive vorangehen und darüber hinaus den Spielaufbau mitgestalten", sagt David Fischer, Geschäftsführer Kommunikation bei der SGD.

9.05 Uhr: Neuer Job für Dynamos Aufstiegsheld Robert Koch

Dynamos Aufstiegsheld von 2011, der seit Samstag und der Sensation des Bischofswerdaer FV auch Aufstiegs-Co-Trainer ist, wird Cheftrainer: Oberligist VfB Krieschow hat die Verpflichtung von Robert Koch bekanntgegeben. "In seiner Zeit als Profi-Fußballer ging er als Führungsspieler immer voran und wir sind überzeugt, dass er seine Expertise und Leidenschaft erfolgreich als Trainer in unsere Mannschaft einbringen wird", heißt es beim Fünftligisten, der 15 Kilometer westlich von Cottbus beheimatet ist.

Auch Koch ist zufrieden und glücklich. "Der Verein hat großes Potenzial, und ich freue mich darauf, mit den Spielern und dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen", sagte Koch, der 2011 mit Dynamo den Aufstieg schaffte und die Mannschaft danach als Kapitän anführte.

Ex-Dynamo Robert Koch übernimmt als Cheftrainer den Oberligisten Krieschow.
Ex-Dynamo Robert Koch übernimmt als Cheftrainer den Oberligisten Krieschow. © newpic photography/Toni Kretschmer

In den vergangenen drei Jahren arbeitete Koch als Co-Trainer in Bischofswerda an der Seite von Chefcoach Frank Rietschel - und verabschiedet sich dort nun mit dem Meistertitel zum bisherigen Ligakonkurrenten Krieschow. Für den 38-Jährigen ist es der nächste Schritt als Trainer auf dem Weg in den Profifußball.

Montag, 10. Juni:

8.34 Uhr: Dynamo reist zum Sachsenderby nach Chemnitz

Das nächste Testspiel für Dynamo Dresden steht fest. Am Samstag, dem 20. Juli, wird der Fußball-Drittligist um 14.30 Uhr beim Chemnitzer FC im Stadion an der Gellertstraße zu Gast sein. Das teilten beide Verein jetzt mit. Für die Sportgemeinschaft ist es der vorletzte Test vor dem Start in die neue Drittliga-Saison. Eine Woche später folgt die Dresdner Generalprobe. Der Gegner ist noch nicht bekannt. Für den Chemnitzer FC ist die Partie gegen Dynamo der letzte Test vor Beginn der Regionalliga-Saison.

Sonntag, 9. Juni

21.23 Uhr: Elversberg will Kammerknecht

Er hat noch einen Vertrag bis 2026, doch nun gibt es Interesse aus der 2. Liga: Laut Medienberichten hat der SV Elversberg Interesse an Claudio Kammerknecht. Wie die Bild-Zeitung berichtet, liegt den Schwarz-Gelben ein Angebot der Saarländer für den 24-jährigen Innenverteidiger vor, der seine Vielseitigkeit in der abgelaufenen Spielzeit unter Beweis stellte, als er nach der schweren Verletzung von Kyrylo Melichenko vornehmlich als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam.

Noch zwei Jahre Vertrag in Dresden, aber bei einem Zweitligisten gefragt: Claudio Kammerknecht.
Noch zwei Jahre Vertrag in Dresden, aber bei einem Zweitligisten gefragt: Claudio Kammerknecht. © dpa/PA/Robert Michael

Dem Bericht zufolge spräche die Nähe zu Kammerknechts Heimat bei Freiburg für einen Wechsel zum SVW. In Dresden hätte er dagegen in der kommenden Saison wieder mit seinem alten Trainer Thomas Stamm zu tun.