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Dynamo Dresden hält vorerst an Trainer Markus Anfang fest

Dynamo Dresden macht vorerst mit Markus Anfang als Trainer weiter. Außerdem: Dynamo fällt auf den Relegationsplatz zurück und Verein plant für Liga zwei und drei - unser Dynamo-Blog.

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Markus Anfang darf bei Dynamo Dresden vorerst weiter an der Seitenlinie stehen.
Markus Anfang darf bei Dynamo Dresden vorerst weiter an der Seitenlinie stehen. © dpa/Robert Michael

Dynamo Dresden und die Saison in der 3. Liga – das Wichtigste in Kürze:

Sonntag, 3. März:

15.30 Uhr: Dynamo hält vorerst an Trainer Markus Anfang fest

Markus Anfang bleibt vorerst Trainer von Dynamo Dresden. Wie das Online-Magazin Tag24 berichtet, soll allerdings am "Dienstag etwas passieren, was aber nicht den Coach betreffen wird". Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

Nach der 0:1-Niederlage gegen den Halleschen FC steckt Dynamo in einer tiefen Krise. Fünf Niederlagen in acht Spielen im Jahr 2024 sind zu viel. Der komfortable Vorsprung in der Tabelle ist weg, nach dem 0:1 beim Halleschen FC steht man nur noch auf Relegationsplatz drei. "Vielleicht sind wir gar nicht so gut, wie wir uns selber sehen, wie uns andere sehen", sagte Kapitän Stefan Kutschke und kündigte an: "Der Ton wird jetzt rauer".

Samstag, 2. März:

18.00 Uhr: Bei Dynamo liegen nach der Niederlage gegen Halle die Nerven blank

Nach der 1:0-Niederlage beim Halleschen FC steht Dynamo Dresden zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag der laufenden Saison nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das Ostduell gegen den HFC verlieren die Schwarz-Gelben leistungsgerecht - und lassen in der Tabelle den SSV Ulm an sich vorbeiziehen.

Das Tor von Ex-Dynamo Dominic Baumann für den Halleschen FC besiegelt für die Dresdner die fünfte Niederlage des Kalenderjahres 2024.
Das Tor von Ex-Dynamo Dominic Baumann für den Halleschen FC besiegelt für die Dresdner die fünfte Niederlage des Kalenderjahres 2024. © Fotostand

Für das einzige Tor des Tages sorgen zwei Ex-Dynamos: In der 83. Spielminute landet ein Freistoß von Niklas Kreuzer (Dresdner zwischen 2014 und 2020, sowie 2021) auf dem Kopf von Mittelstürmer Dominic Baumann (bei Dynamo zwischen 2007 und 2014), der den Ball ungestört ins Tor köpft. Zudem verliert die Mannschaft ihren Flügelstürmer Jakob Lemmer für die kommende Partie gegen 1860 München - der Angreifer kassiert eine Gelb-Rote Karte. Nach Abpfiff schimpfen Trainer und Spieler - das große Ziel ist akut in Gefahr.

Freitag, 1. März:

13.52 Uhr: Dynamo plant für die Liga zwei und drei

Dynamo will in die 2. Bundesliga aufsteigen. Für diesen Fall wurden jetzt die Lizenzunterlagen für die Spielzeit 2024/25 fristgerecht bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht. Aber auch die Zulassungsunterlagen für die kommende Spielzeit für die 3. Liga wurden beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragt. Das gab der Verein am Freitag bekannt.

Man gehe davon aus, die Spielberechtigung für die 3. Liga, und im Falle eines Aufstiegs auch die für die zweithöchste deutsche Spielklasse, "ohne wesentliche Auflagen oder Bedingungen zu erhalten. Das war in der Historie unseres Vereins nicht immer eine Selbstverständlichkeit", erklärte Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann. Mit einer ersten Entscheidung der lizenzierenden Verbände rechnet der Verein Ende April.

13.10 Uhr: Ex-Kapitän Hartmann vorm Ostderby in Halle: "Dynamo empfindet langsam Druck"

Dynamos ehemaliger Kapitän Marco Hartmann erwartet am Samstag ein intensives Ostderby zwischen seinen Ex-Vereinen Halle und Dresden. "Man wird bei beiden Mannschaften sehen, dass es um sehr, sehr viel geht", sagte der 36-Jährige, der sieben Jahre für den Halleschen FC und acht Jahre für Dynamo kickte.

Der HFC kämpft um den Klassenerhalt und hat im Moment vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Dynamo möchte in die 2. Bundesliga aufsteigen. Der Vorsprung auf Relegationsrang drei schmolz zuletzt aber auf zwei Zähler. Hartmann, der ab Sommer als Leiter der Dresdner Nachwuchs-Akademie fungieren wird, sieht bei Dynamo deshalb "langsam Druck, diese Position zu halten".

Marco Hartmann macht sich im Aufstiegskampf der 3. Liga keine Sorgen um Dynamo Dresden. "Das Auftreten gegen Essen stimmt mich positiv", sagte der Ex-Kapitän im Gespräch mit dem MDR.
Marco Hartmann macht sich im Aufstiegskampf der 3. Liga keine Sorgen um Dynamo Dresden. "Das Auftreten gegen Essen stimmt mich positiv", sagte der Ex-Kapitän im Gespräch mit dem MDR. © Cromatics/Chris Ludwig

Seit dem Jahreswechsel haben die Schwarz-Gelben eine ernüchternde Bilanz vorzuweisen. Von den letzten sieben Spielen hat die Mannschaft lediglich zwei gewonnen. "Wenn sich das Unglück häuft, dann ist die Frage, ob man es falsch angegangen ist", sagte Hartmann im Gespräch mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. Sorgen mache er sich aber keine. "Das Auftreten gegen Essen stimmt mich positiv", erklärte Hartmann und betonte: "Dominanter kannst Du ein Spiel in der 3. Liga nicht angehen."

Donnerstag, 29. Februar:

16.45 Uhr: Anfang spricht über Saison-Aus für Drljaca: "Müsste in die Glaskugel schauen"

Dynamo muss den Aufstiegskampf in der 3. Liga wohl komplett ohne Stefan Drljaca bestreiten. Laut einem Bericht der "Bild" kann der verletzte Torhüter frühestens Mitte April wieder ins Training einsteigen. Die Saison endet - ohne Relegation - bereits einen Monat später. Dass Trainer Markus Anfang in den letzten drei oder vier Spielen noch einmal den Torwart wechselt, ist unwahrscheinlich.

Anfang sprach am Donnerstag auf einer Pressekonferenz über den Heilungsverlauf bei Drljaca. "Es wird auf jeden Fall noch einige Zeit dauern, bis er zurückkommt", sagte er. Wann das konkret sein wird, konnte der Trainer noch nicht sagen. "Wie die Heilung verläuft, ist schwer zu sagen. Da müsste ich jetzt in die Glaskugel schauen", meinte der 49-Jährige. "Aktuell ist er noch in der Reha. Wenn er nach Dresden kommt, wird er hier weiter seine Reha absolvieren und langsam ans Mannschaftstraining herangeführt."

Stefan Drljaca verletzte sich Ende Dezember am vorderen, rechten Oberschenkel und fehlt seitdem verletzt.
Stefan Drljaca verletzte sich Ende Dezember am vorderen, rechten Oberschenkel und fehlt seitdem verletzt. © dpa/Robert Michael

Drljaca war bis Ende vergangenen Jahres Stammtorhüter bei Dynamo, verletzte sich dann am vorderen, rechten Oberschenkel. Eine konservative Behandlung schlug nicht wie gewünscht an und der 24-Jährige musste sich einer Operation unterziehen. Daraufhin verpflichtete der Club Daniel Mesenhöler, der in der 3. Liga bereits beim Halleschen FC und Viktoria Köln aktiv war, als neuen Ersatztorhüter. Aktuell vertritt Kevin Broll Drljaca im Dresdner Tor.